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Bergtourenberichte aus dem Rosenheimer Hausbergen

Bergtour Staufen Überschreitung

Überschreitung mit 2 Klettersteigen

Die Staufengruppe bildet den östlichen Abschluss der Chiemgauer Alpen direkt vor den Gipfeln der Berchtesgadener Alpen. Schon alleine deshalb war eine Überschreitung der Gebirgsgruppe schon länger geplant. Doch für Voralpengipfel sind sie doch etwas zu weit entfernt. Also musste für diese Tour ein zweites Ziel her: Der Pidinger Klettersteig. Somit ist klar, dass rein Wegtechnisch eine Überschreitung über den Niederstaufen nicht möglich ist und auch eine komplette Überschreitung bis nach Inzell zu lange wird. Doch diese Tour kombiniert einen der schönsten Klettersteige unserer Gegend mit dem wichtigsten Teil der Staufenüberschreitung.

Der folgende Tourenbericht handelt vom Aufstieg über den Pidinger Klettersteig auf den Hochstaufen. Anschließend geht es über den Staufen Klettersteig zum Zwiesel von welchem nach Inzell-Adlgaß abgesteigen wird.

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Toureninfos

Region: Deutschland ⇒ Chiemgauer AlpenStaufengruppe
Ziele: Hochstaufen, Mittelstaufen, Zenokopf (Chiemgauer Alpen), Zwiesel (Chiemgauer Alpen)
Höhenmeter: 1900
Länge: 12.8 Kilometer (komplett)
Wegbeschaffenheit: Klettersteige, Wirtschaftswege, Bergsteige
Schwierigkeit: Schwierigkeit 4 von 5
Anforderung Kondition: Anforderung5 von 5 (5 von 5)
Anforderung Orientierung: Anforderung 2 von 5 (2 von 5)
Anforderung Weg: Anforderung 5 von 5 (5 von 5)
Landschaft: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Frequentierung: Anforderung 2 von 5 (2 von 5)
Beste Jahreszeit: Sommer (nicht nach Regen!)
Aufstieg: 11:00 Stunden
Einkehr: Reichenhaller Haus
Karte:Bayerische Alpen - Chiemgauer Alpen Ost, Deutscher Alpenverein, 1:25.000
Tourismus: Piding

Anfahrt

  • Mit dem Auto: auf der A8 bis zur Autobahnausfahrt Piding/Bad Reichenhall. Von dort zurück Richtung Anger. Nach Urwies zweigt bei einem Waldstück links ein Schotterweg ab, dem wir bis zu Parkplatz folgen.

Ausgangsposition des Berichts: Parkplatz westlich von Urwies

Tourenbericht

Wir starten die Tour am Parkplatz östlich von Urwies und wandern zunächst monoton auf dem breiten Fahrweg nach Süden. Verlaufen ist hier fast unmöglich, da an jeder halbwegs relevanten Weggabelung ein Schild zum Pidinger Klettersteig leitet. Nach einigen Kehren richtet sich der Weg deutlich nach Westen. Dabei wandern wir gemütlich an einem Blumengarten vorbei. Zwischen den Bäumen sieht man immer wieder die Nordwand des Hochstaufens, welche wir bald durchsteigen. Die letzten Meter zum Einstieg des Klettersteigs führen über einen gerölligen Bergsteig hinauf.

Der Klettersteig beginnt gleich mit einer schwierigen Stelle, ehe es durch Gehgelände wieder leichter wird. Nach einer langen Querung nach Westen wird der erste Notausstieg erreicht. Über eine steile Wand steigen wir weiter auf, queren nochmals nach Westen und kommen nun zum schönsten Teil der Route. Über warmen Fels in der Morgensonne steigen wir meist im C-Bereich auf. Nach einem kurzen Stück bergab folgt der letzte Teil nun etwas schwieriger zum Gipfel hinauf.

Vom Gipfel steigen wir zunächst über das Reichenhaller Haus Richtung Padinger Alm, ehe ein Klettersteig über den Mittelstaufen und weitere kleinere Erhebungen zum Zenokopf und Zwiesel führt. Dieser Abschnitt ist wo es nötig ist mit Stahlseilen gesichert und führt stets nahe des Grates hinüber. Zwischen den Latschen bieten sich dabei immer wieder grandiose Blicke auf die Berchtesgadener Alpen oder hinab nach Bad Reichenhall.

Vom Zenokopf wandern wir zunächst noch einmal leicht zum höchsten Punkt des Hinterstaufens: dem Zwiesel. Von diesem gehen wir nach Osten Richtung Gamsknogel, steigen jedoch an der Weggabelung nach Norden ab und folgen dem teils versicherten Steig über die Nordseite des Berges hinab. Mit zunehmender Tiefe gehen die Latschen wieder in Bäume und letztendlich in Wald über. Nun wandern wir deutlich leichter hinab nach Adlgaß, wo diese Tour endet.

Da Adlgaß nicht dem Ausgangspunkt entspricht ist ein zweites Auto oder Fahrrad nötig. Mit dem Fahrrad braucht man nochmals zusätzlich gut 30 Minuten zurück. Man fährt dabei direkt vom Parkplatz Richtung Anger zur Inzeller Höhe (120 Höhenemter) und lässt sich von dort Kilometerlang bis nach Anger hinab rollen. Von Anger aus muss man dann der Hauptstraße bis zum Ausgangspunkt folgen.


Karte

Bilder

		Wegweiser am Parkplatz			Blick Richtung Österreich			Einstieg zum Pidinger Klettersteig			Gehgelände im Klettersteig			zweiter Notausstieg			Passage nach dem Wandbuch			Kurz unter dem Gipfel endet der Klettersteig			Gipfelkreuz des Hochstaufens			Der Staufen Klettersteig beginnt am Hochstaufen			In der Senke zwischen Hochstaufen und Mittelstaufen beginnt der Steig nun wirklich - hier die erste Seilsicherung			typische Stelle für den Ãœbergang			Der Weg verläuft meist direkt oder wenige Meter neben dem Grat			Zum Zwiesel sind es nur noch wenige Meter			Wem dies alles noch nicht reicht kann ja noch zum Gamsknogel			Abstieg über die Nordseite des Hochstaufens			Endlich am Gasthof Adlgaß			Vom Wanderparkplatz erfolgt die Rückfahrt mit dem Mountainbike über die Inzeller Höhe

Bücher und Co*

*Hinweis: Bei den angegeben Landkarten handelt es sich um Karten zur Region dieses Berichts. Dies bedeutet nicht, dass in der jeweiligen Karte auch sämtliche Wege des Berichts zu finden sind. Bei der angegeben Literatur handelt es sich um Bücher und Führer, die zu dieser Tour passen. Das bedeutet nicht, dass Sie in den genannten Büchern die hier vogestellte Tour 1:1 wiederfinden.

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Kommentare

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Hinweise

Achtung: Jeder, der in den Bergen unterwegs ist muss für sich selbst Verantwortung übernehmen. Für die Angaben in diesem Tourenbericht wird keine Gewähr für Richtigkeit oder Aktualität übernommen. Wenn Sie in den Bergen unterwegs sind informieren Sie sich vorher ausreichend, fragen Gebietskenner und gehen Sie niemals ohne Karte in für Sie fremdes Gelände. Die Zeit und Schwierigkeit sind persönliche subjektive Einschätzungen des Autors - diese können sich von den Ihren grundlegend unterscheiden. Höhenangaben können relativ oder absolut abgegeben sein, was zur Folge hat, dass es oft mehr als die dargestellte Höhendifferenz zu erklimmen gilt. Beachten Sie, ob sie passende Ausrüstung für Notfälle mit sich führen. Weiteres dazu im Impressum. Die Autoren von Wikiberge.de sind stets bemüht bei veränderter Lage die Berichte anzupassen. Allerdings wird nicht jede Tour jedes Jahr wiederholt. Falls Ihnen Fehler auffallen oder Sie der Meinung sind, dass die Bewertung nicht passend gewählt ist, so nehmen Sie doch Kontakt zu uns auf.

Autor dieser Tour: Michael Mertel. Der Tourenbericht stammt aus dem Jahr 2011. Die letzte Aktualisierung fand vor 6 Jahren statt.