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Bergtourenberichte aus dem Rosenheimer Hausbergen

Bergtour Bettelwurf über die Bettelwurfhütte

Auf eine Aussichtsberg über 2 Klettersteige

Der Bettelwurf ist einer der Karwendelgipfel, die in den Panoramen aus den Rosenheimer Hausbergen eine markante Form einnimmt. Doch eine Besteigung lohnt sich nicht nur wegen dem Blick nach Norden. Auch oder vor allem die Blicke auf den Alpenhauptkamm und der Tiefblick ins Inntal rechtfertigen die Tour.
Bleibt nur noch die Frage: Lange Tagestour oder gemütliche Zweitagestour? Der neue Absamer Klettersteig gab den Ausschlag für die Zweitagestour. So ist nicht nur der Gipfel das Ziel, sondern mit der Bettelwurfüberschreitung auch der Weg/Klettersteig.

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Toureninfos

Region: Österreich ⇒ KarwendelGleirsch-Halltal-Kette
Ziele: Kleiner Bettelwurf, Großer Bettelwurf, Speckkarspitze
Höhenmeter: 2435
Länge: 16 Kilometer (komplett)
Wegbeschaffenheit: Klettersteige, Bergsteige, Wanderwege, Kletterstellen
Schwierigkeit: Schwierigkeit 4 von 5
Anforderung Kondition: Anforderung4 von 5 (4 von 5)
Anforderung Orientierung: Anforderung 3 von 5 (3 von 5)
Anforderung Weg: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Landschaft: Anforderung 5 von 5 (5 von 5)
Frequentierung: Anforderung 3 von 5 (3 von 5)
Beste Jahreszeit: Juni bis August
Aufstieg: 6:00 Stunden
Abfahrt 7:30 Stunden
Bei dieser Tour handelt es sich um eine Mehrtagestour!
Einkehr: Bettelwurfhütte
Karte:Alpenvereinskarte Karwendelgebirge Mitte, Deutscher Alpenverein, 1:25.000
Tourismus: Naturpark Karwendel

Anfahrt

  • Mit dem Auto: Auf der Inntalautobahn bis zur Ausfahrt Hall Mitte. Durch Hall hindurch Richtung Absam und dort immer auf der Vorfahrtstraße bergauf fahren. Beim Linksknick gerade aus und bald weiter auf der steilen (32 %) Mautstraße bis zum Parkplatz 2. Ladehütte hinauf fahren. Wichtig: Nur auf den vorgesehenen Parkplätzen parken!

Ausgangsposition des Berichts: Parkplatz 2. Ladehütte im Halltal

Tourenbericht

An der zweiten Ladehütte startet die Tour. Wir überqueren den Issbach und wählen gleich den Weg zum Absamer Klettersteig. Über ein Geröllfeld erreichen wir nach 20 Minuten den Einstieg zum Klettersteig.

Nach einem einfachen Anfang folgt noch kurz Gehgelände, ehe gleich die Schlüsselstelle folgt: eine steile Wand mit Trittbügeln. Bald darauf folgt Gehgelände und es folgt die erste Schlucht. Nach einigen Bändern und Platten folgt die große Steinschlagschlucht. Ähnlich wie vor dieser geht es meist im B-Bereich weiter. Nach zwei Klemmblöcken folgt nochmal eine C-Passage, ehe es über mäßig schwere Passagen zum Ende des Klettersteigs geht.

Vom Ende des Klettersteigs geht es weiter neben der Materialseilbahn hinauf. In einer Latschengasse macht der Weg einen Bigen nach Westen und erreicht oberhalb der Bettelwurfhütte den Weg vom Lafatscher Joch. Von dort sind es nur noch wenige Meter zur Alpenvereinshütte, auf der die Nacht verbracht wird.

Am nächsten Tag beginnt der Aufstieg zum Bettelwurf direkt hinter der Hütte. Dabei steigen wir am Holzkreuz vorbei uns folgen dem Pfad durch die Latschen an die Wand des Kleinen Bettelwurfs hinauf. Nach dem Anlegen des Klettersteigsets folgt zu Beginn eine etwas schwerere Stelle. Anschließend geht es meist mit leichter Kraxelei in die Scharte hinauf. An exponierten Stellen ist dabei jeweils ein Stahlseil angebracht. Kurz vor der Scharte zweigt dann ein Bergsteig über Geröll zum Kleinen Bettelwurf ab, der das erste Ziel der Tour ist.

Vom Gipfel steigen wir wieder ein Stück ab und queren über ein breites Band an die Wand es Westgipfels des Großen Bettelwurfs. Nach einer ersten C-Stelle wird es wieder deutlich leichter, bis die schwierigste Stelle der Tour wartet. Eine mit D bewertete rinnenartige Verschneidung. Nach dieser folgt noch einmal kurz Gehgelände, ehe es über eine weitere steile Wand auf den Westgipfel hinauf geht. Über leichte, teils auch ausgetzte Kletterei (I-II) erreichen wir den Hauptgipfel.

Der Abstieg zurück zur Bettelwurfhütte erfolgt nun über den Eisengattergrat. Dieser ist der wohl leichteste Weg auf den Gipfel und eigentlich wären hier keine Sicherungen nötig. Um den Berg aber halbwegs fitten Wanderern zu ermöglichen wurden hier einige Sicherungen angebracht. Dem Verlauf der Flanke folgend verlieren wir zunehmend an Höhe, ehe ein Bergsteig rechts hinab leitet, einige Schuttrinnen quert und dann die Bettelwurfhütte wieder erreicht.

Wir gehen an der Hütte vorbei und wählen hinter diese nun den Höhenweg zum Lafatscher Joch. Dieser steigt hinter der Unterkunft auf gut 2.200 Meter an und schlängelt sich dem Hangverlauf folgend zum Joch hinüber. Dabei sind noch einmal einige kleine Gegenanstiege zu bewältigen. Kurz vor dem Joch verlassen wir den Weg an einem Pfahl mit Markierung nach rechts und sparen uns so gut 80 Höhenmeter. Über eine Wiese führt der Pfad zum eigentlichen Anstieg auf die Speckkarspitze hinüber.

Es folgt nun ein Bergsteig, der zwar markiert, jedoch abgesehen von Trittspuren Weglos ist. Dieser Südwestgrat auf den Gipfel ist etwas alpiner gehalten, als der Nordwestgrat, dafür alpinistisch einfach ein Vergnügen. Wer jedoch Klettern im I-II-Bereich vermeiden möchte ist hier falsch.
Über ein Geröllfeld geht es zunächst bergauf, ehe es auf einer Wiese etwas flacher wird. Dahinter folgen wir nun meist direkt und augesetzt dem Gratverlauf über einige Köpfe hinweg zum Gipfel. Auf dem gleichen Weg steigen wir anschließend wieder zum Lafatscher Joch ab.

Von diesem folgen wir dem Schilderbaum am Übergang Richtung Herrenhäuser bergab. Über einen meist breiten Wanderweg verlieren wir rasch an Höhe und nehmen nach gute 10 Minuten den Weg links Richtung St. Magdalena. Auf 1.625 gehen wir nochmal links und stehen bald am Issanger. Über den sumpfingen Wanderweg nähern wir uns immer mehr dem Bach und steigen nahe von diesem bis zur Teerstraße hinab.
Von dort sind es noch einmal circa 30 Minuten zum Ausgangspunkt. Da ich jedoch schon seit fast 10 Stunden auf den Beinen war, bin ich per Anhalter die letzten Meter zurück gefahren. Danke an dieser Stelle noch einmal den netten Damen :-)


Karte

Bilder

		Start an der 2. Ladehütte			Schlüsselstelle des Absamer Klettersteigs			Typisch für den Klettersteig			Klettersteig im oberen Abschnitt			Weg zur Bettelwurfhütte			Abends an der Bettelwurfhütte			Aufstieg zum kleinen Bettelwurf			Einstieg in den Bettelwurf-Klettersteig			Der Bettelwurf-Klettersteig hat viel Gehgelände wie z.B. hier			Die letzten Meter zum Kleinen Bettelwurf			Blick vom Kleinen zum Großen Bettelwurf			In der Scharte vor dem 2. Klettersteigabschnitt			Schlüsselstelle hier: diese rinnenartig Verschneidung			Am Großen Bettelwurf			Panorama vom Großen Bettelwurf. Größer gibt es dieses Bild im Panoramabereich unter 		Abstieg über den Eisengattersteig			Übergang von der Bettelwurfhütte zum Lafatscher Joch			Stange, an der es rechts direkt zur Speckkarspitze geht			Speckkarspitze			Typisch für den Aufstieg zur Speckkarspitze: leichte Kletterei - Die Orientierung erfolgt anhand der großen roten Punkten			Rückblick auf den Gratverlauf der gleichzeitig der Weg ist			Issanger

Bücher und Co*

Sonstiges

    Nichts verfügbar

*Hinweis: Bei den angegeben Landkarten handelt es sich um Karten zur Region dieses Berichts. Dies bedeutet nicht, dass in der jeweiligen Karte auch sämtliche Wege des Berichts zu finden sind. Bei der angegeben Literatur handelt es sich um Bücher und Führer, die zu dieser Tour passen. Das bedeutet nicht, dass Sie in den genannten Büchern die hier vogestellte Tour 1:1 wiederfinden.

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Kommentare

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Hinweise

Achtung: Jeder, der in den Bergen unterwegs ist muss für sich selbst Verantwortung übernehmen. Für die Angaben in diesem Tourenbericht wird keine Gewähr für Richtigkeit oder Aktualität übernommen. Wenn Sie in den Bergen unterwegs sind informieren Sie sich vorher ausreichend, fragen Gebietskenner und gehen Sie niemals ohne Karte in für Sie fremdes Gelände. Die Zeit und Schwierigkeit sind persönliche subjektive Einschätzungen des Autors - diese können sich von den Ihren grundlegend unterscheiden. Höhenangaben können relativ oder absolut abgegeben sein, was zur Folge hat, dass es oft mehr als die dargestellte Höhendifferenz zu erklimmen gilt. Beachten Sie, ob sie passende Ausrüstung für Notfälle mit sich führen. Weiteres dazu im Impressum. Die Autoren von Wikiberge.de sind stets bemüht bei veränderter Lage die Berichte anzupassen. Allerdings wird nicht jede Tour jedes Jahr wiederholt. Falls Ihnen Fehler auffallen oder Sie der Meinung sind, dass die Bewertung nicht passend gewählt ist, so nehmen Sie doch Kontakt zu uns auf.

Bei der hier vorgestellten Tour handelt es sich um eine Mehrtagestour. Die ausgeführten Zeiten entsprechen der Summe aller Tage.

Autor dieser Tour: Michael Mertel. Der Tourenbericht stammt aus dem Jahr 2011. Die letzte Aktualisierung fand vor 6 Jahren statt.