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Bergtourenberichte aus dem Rosenheimer Hausbergen

Bergtour Zugspitze durch das Höllental

Auf den höchsten Berg Deutschlands über abwechslungsreiche Wege

Die Zugspitze ist der höchste Berg Deutschlands. Doch rechtfertigt dieser Status alleine eine Besteigung? Für alle Gipfelsammler wohl schon. Für Bergsteiger, deren Ziel der Weg ist erleben jedoch ebenfalls eine unvergessliche Tour über verschiedenste Wegarten und durch mehrere Vegetationszonen. Dafür muss man eben mit dem Kulturschock zurecht kommen.
Der folgende Tourenbericht zeigt den Aufstieg durch das Höllental.

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Toureninfos

Region: Deutschland ⇒ WettersteingebirgeZugspitzmassiv
Ziele: Zugspitze
Höhenmeter: 2250
Länge: 10 Kilometer (einfach)
Wegbeschaffenheit: Wanderwege, Klamm, Klettersteige, Gletscher
Schwierigkeit: Schwierigkeit 4 von 5
Anforderung Kondition: Anforderung5 von 5 (5 von 5)
Anforderung Orientierung: Anforderung 2 von 5 (2 von 5)
Anforderung Weg: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Landschaft: Anforderung 5 von 5 (5 von 5)
Frequentierung: Anforderung 3 von 5 (3 von 5)
Beste Jahreszeit: Juni bis September
Aufstieg: 7:00 Stunden
Bei dieser Tour handelt es sich um eine Hochtour!
Einkehr: Höllentalangerhütte, Münchner Haus
Karte:Umgebungskarte Werdenfelser Land, Landesamt für Vermessung und Geoinformation, 1:50.000
Tourismus: Zugspitzbahn

Anfahrt

  • Mit dem Auto: über die A95 nach Garmisch-Patenkirchen. Durch die Gemeinde Richtung Fernpass fahren. Nach einem Campingplatz links der B23 rechts Richtung Hammersbach abbiegen und der Zugspitzstraße folgen. An der Kreuzung mit der Höllentalstraße links abbiegen und bis zum Parkplatz fahren.
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Der Bahnhof Hammersbach der Zugspitbahn liegt circa 10 Gehminuten entfernt.

Ausgangsposition des Berichts: Parkplatz nördlich von Hammersbach

Tourenbericht

Wir parken am großen Parkplatz kurz vor Hammerbach und folgen zunächst der Straße bis über den Bach. Ab hier leiten Schilder stets dem Bachverlauf folgend empor. Nach anfänglich flachen Stücken wird es in Serpentinen nochmals steil, bis wir am Eingang der Höllentalklamm stehen.
Hinter dem Drehkreuz wandern wir nun meist gemütlich am Bach entlang. Der Weg führt überwiegend am Wasser oder durch Tunnel. Regenkleidung ist hier von Vorteil. Nach und nach wird das Höllental wieder breiter und nach circa einer halben Stunde stehen wir an der Höllentalangerhütte.

Hinter der Alpenvereinshütte überqueren wir das leere Bachbett und wandern nun gemütlich zum Talende meist auf Pfaden hinauf. Die Schafe hinter uns gelassen stehen wir nach wenigen Augenblicken vor der Leiter. Nach Anlegen des Klettersteigsets und überwinden der ersten Herausforderung folgt bald wieder Gehgelände, welches vom Brett noch einmal unterbrochen wird. Nun folgt erst einmal wieder Gehgelände und man merkt spürbar, wie die Vegetation nun immer weniger wird. Den roten Punkten folgend verschwinden schon bald die letzten Latschen und wenig später auch sonstiges Grün. Über Geröllfelder erreichen wir mit Blick auf den Gipfel bald die kleinen Ausläufer des Höllentalferners.
Wer es direkt mag und Steigeisen (Sinnvolles Zusatzgewicht!) dabei hat kann den Gletscher relativ gerade überqueren. Dabei muss man über mehrere kleine Spalten und eine größere, die zwar mit einer Schneebrücke ausgestattet ist (und den Spuren zufolge auch eine Person hält), aber sicherheitshalber mit einem beherzten Sprung überwunden wird. Über den Rest des Firns geht es zur wohl größten Herausforderung der Tour – der Randkluft.
Am Ende des Gletschers erkennt man wie weit er sich in den letzten Jahren zurück gezogen hat. Ein Seil am eigentlichen Einstieg ist schon jetzt nicht mehr ausreichen. Wenige Meter weiter oben bietet ein Alternatives Stahlseil die Möglichkeit den eigentlichen Einstieg zu umgehen. Die Anordnung der Seile ist jedoch fraglich was aber durch kurzes Klettern (III) auf 5 Metern Länge umgangen werden kann. Bald darauf ist man auf dem eigentlichen Weg und folgt nun dem meist klaren mit Stahlseilen versicherten Weg hinauf. Zuerst schlängelt sich der Steig dabei zur Irmerscharte und zuletzt über die Nordflanke der Zugspitze bis man kurz unterhalb des Gipfels auf den letzten Metern des Jubiläumssteigs steht. Mit Halbschuhtouristen im Auge geht es nun zum goldenen Gipfelkreuz.


Der Abstieg kann wahlweise auf dem Abstiegsweg, durch das Reintal oder ganz gemütlich mit der Zahnradbahn erfolgen. Dafür muss man eben den Trubel in Kauf nehmen. Der Haltepunkt Hammersbach liegt circa 10 Gehminuten vom Parkplatz entfernt.


Karte

Bilder

		Am Ende der Klamm			Höllentalangerhütte			Wegweiser an der Hütte			Verdeckter Blick Richtung Garmisch			Am Brett			Endlich über der Wolkendecke angekommen			Am Gletscher			Die Randkluft oberhalb des Steiganfangs			Um die Große Randkluft am eigentlichen Einstieg zu Umgehen kann dieser Ersatz genutzt werden			Blick über den Gletscher			Im Steig			Tiefblick auf den Gletscher und das Höllental			Klettersteigpassage			Die letzten Meter zum Gipfel			Kulturschock nach dem ruhigen Aufstieg			Rückfahrt mit der Zahnradbahn

Bücher und Co*

*Hinweis: Bei den angegeben Landkarten handelt es sich um Karten zur Region dieses Berichts. Dies bedeutet nicht, dass in der jeweiligen Karte auch sämtliche Wege des Berichts zu finden sind. Bei der angegeben Literatur handelt es sich um Bücher und Führer, die zu dieser Tour passen. Das bedeutet nicht, dass Sie in den genannten Büchern die hier vogestellte Tour 1:1 wiederfinden.

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Hinweise

Achtung: Jeder, der in den Bergen unterwegs ist muss für sich selbst Verantwortung übernehmen. Für die Angaben in diesem Tourenbericht wird keine Gewähr für Richtigkeit oder Aktualität übernommen. Wenn Sie in den Bergen unterwegs sind informieren Sie sich vorher ausreichend, fragen Gebietskenner und gehen Sie niemals ohne Karte in für Sie fremdes Gelände. Die Zeit und Schwierigkeit sind persönliche subjektive Einschätzungen des Autors - diese können sich von den Ihren grundlegend unterscheiden. Höhenangaben können relativ oder absolut abgegeben sein, was zur Folge hat, dass es oft mehr als die dargestellte Höhendifferenz zu erklimmen gilt. Beachten Sie, ob sie passende Ausrüstung für Notfälle mit sich führen. Weiteres dazu im Impressum. Die Autoren von Wikiberge.de sind stets bemüht bei veränderter Lage die Berichte anzupassen. Allerdings wird nicht jede Tour jedes Jahr wiederholt. Falls Ihnen Fehler auffallen oder Sie der Meinung sind, dass die Bewertung nicht passend gewählt ist, so nehmen Sie doch Kontakt zu uns auf.

Autor dieser Tour: Michael Mertel. Der Tourenbericht stammt aus dem Jahr 2010. Die letzte Aktualisierung fand vor 7 Jahren statt.