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Bergtourenberichte aus dem Rosenheimer Hausbergen

Bergtour Zettenkaiser ab dem Hintersteinersee

Langer Zustieg mit schönem Gipfelgrat

Der Zettenkaiser ist der westlichste, eigenständige Gipfel des felsigen Wilden Kaisers. Im Gegensatz zum etwas höher gelegenen Scheffauer ist es am Gipfel deutlich ruhiger. Dies liegt einerseits am längeren Anstieg, der für den erst die Kaindlhütte erreicht werden muss; andererseits ist der Normalweg über den Riegensteig in den oberen 250 Höhenmeter überwiegend leichte Kletterei im I-Bereich. Oben angekommen wartet dann ein Gipfelkreuz, von dem sich ein umfassendes Panorama über den Alpenhauptkamm, das Karwendel bis hin zu den Chiemgauer Alpen eröffnet.

Der folgende Bericht zeigt den Aufstieg vom Hintersteinersee über die Walleralm, das Hocheck und die Kaindlhütte auf den Zettenkaiser.

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Toureninfos

Region: Österreich ⇒ KaisergebirgeWilder Kaiser
Ziele: Hochegg, Zettenkaiser
Höhenmeter: 1570
Länge: 7.8 Kilometer (einfach)
Wegbeschaffenheit: Bergsteige, Kraxelei, längere Kletterei im I-Bereich, Stellen II
Schwierigkeit: Schwierigkeit 4 von 5
Anforderung Kondition: Anforderung4 von 5 (4 von 5)
Anforderung Orientierung: Anforderung 3 von 5 (3 von 5)
Anforderung Weg: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Landschaft: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Frequentierung: Anforderung 2 von 5 (2 von 5)
Beste Jahreszeit: Hochsommer bzw. Trockenphase
Aufstieg: 4:00 Stunden
Abfahrt 3:30 Stunden
Einkehr: Stöfflalm, Walleralm (Kaisergebirge), Kaindlhütte
Karte:Alpenvereinskarte Kaisergebirge, Deutscher Alpenverein, 1:25.000
Tourismus: Scheffau am Wilden Kaiser

Anfahrt

  • Mit dem Auto: über die Inntalautobahn Ausfahrt Kufstein Süd Richtung St. Johann in Tirol. Auf Höhe von Scheffau die Loferer Bundesstraße verlassen, durch Scheffau hindurch Richtung Hintersteiner See fahren. Nach kurvigem Bergauf wird der Hintersteinersee erreicht. Dort nicht am Anfang parken, sondern am See bis zu dessem Ende fahren. Dort zum Gasthaus auffahren, rechts vorbei und am kleinen Parkplatz parken.

Ausgangsposition des Berichts: Parkplatz oberhalb des Gasthauses am Westende des Hintersteinersees

Tourenbericht

Vom kleinen Parkplatz aus folgt man zunächst dem Fahrweg in 2 Kehren bergauf. Dort, wo es in den Wald hinein geht, steigt man wieder ein paar Höhenmeter ab und folgt immer weiter den gelben Schildern. Nachdem der Weg vom Eiberg von links in unseren Weg mündet geht es gleich links hinauf und in einigen Serpentinen führt der Weg zur Stöfflhütte und Walleralm hinauf.

Hinter den Almen geht es über einen Wiesenpfad an den Waldrand hinauf. Dort wird es nun flacher und man steigt um den Zettenkaiserkopf nach Nordosten. Bald schon sieht man dabei das Gipfelkreuz des Hochecks. Noch einmal geht es leicht bergab, ehe der Aufstieg zum ersten, kleinen Gipfel des Hochecks (Hocheggs) hinauf geht. Nach einem ersten kurzen Gipfelpanorama über das neblige Inntal muss nun zur Kaindlhütte 170 Höhenmeter abgestiegen werden.

An der Kaindlhütte folgt man dem Weg zum Scheffauer und Zettenkaiser über die Wiese nach Süden. An einem alten Baum verzweigen sich die Anstiege zu den zwei Gipfeln. Wir gehen rechts und folgen dem deutlich weniger ausgeprägten Steig durch den Wald. Anfangs noch angenehm wird der Weg zunehmend steiler. Schwach markiert und teils undeutlich gehen wir bis eine Wegverzweigung unterhalb des Großen Friedhofs erreicht wird. Hier gehen wir rechts und steigen bald (noch einmal steiler) oberhalb des Schotterkars auf. Von einem Rücken müssen noch einmal ein paar Meter zum Kleinen Friedhof abgestiegen werden, ehe es über einen rutschig, matschigen Untergrund wieder bergauf geht. Dort, wo der Blick auf das Hocheck noch einmal frei wird, beginnt nun die einfache Kletterei zum Grat hinauf. Nach einer ersten kleinen Wand (2,5 Meter) kraxelt man zwischen Latschen über teils lockere Rinnen hinauf. Trockene Verhältnisse sind hier stark von Vorteil. Der Grat wird auf knapp 1.900 Metern erreicht. Am Westgrat des Gipfels angelangt öffnet sich der Blick nach Süden. Nun deutlich ausgesetzter, aber technisch nicht schwerer erfolgt der Weiterweg nach Osten den roten Punkten folgend bis das Gipfelkreuz erreicht wird. Der Weg bleibt dabei meist direkt am Grat oder etwas auf der Nordseite.

Abstieg entlang der Aufstiegsroute.


Karte

Bilder

		Herbstmorgen am Hintersteinersee			Blick von der Walleralm Richtung Inntal			Der kleine Hocheckgipfel am Wegrand			Blick vom Hocheck auf den Scheffauer und Zettenkaiser			Hinweis am Grat			Typischer Weg  am Grat - im Hintergrund ist das Gipfelkreuz zu erkennen			Ungefährer Aufstieg auf dem Hocheck

Bücher und Co*

*Hinweis: Bei den angegeben Landkarten handelt es sich um Karten zur Region dieses Berichts. Dies bedeutet nicht, dass in der jeweiligen Karte auch sämtliche Wege des Berichts zu finden sind. Bei der angegeben Literatur handelt es sich um Bücher und Führer, die zu dieser Tour passen. Das bedeutet nicht, dass Sie in den genannten Büchern die hier vogestellte Tour 1:1 wiederfinden.

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Hinweise

Achtung: Jeder, der in den Bergen unterwegs ist muss für sich selbst Verantwortung übernehmen. Für die Angaben in diesem Tourenbericht wird keine Gewähr für Richtigkeit oder Aktualität übernommen. Wenn Sie in den Bergen unterwegs sind informieren Sie sich vorher ausreichend, fragen Gebietskenner und gehen Sie niemals ohne Karte in für Sie fremdes Gelände. Die Zeit und Schwierigkeit sind persönliche subjektive Einschätzungen des Autors - diese können sich von den Ihren grundlegend unterscheiden. Höhenangaben können relativ oder absolut abgegeben sein, was zur Folge hat, dass es oft mehr als die dargestellte Höhendifferenz zu erklimmen gilt. Beachten Sie, ob sie passende Ausrüstung für Notfälle mit sich führen. Weiteres dazu im Impressum. Die Autoren von Wikiberge.de sind stets bemüht bei veränderter Lage die Berichte anzupassen. Allerdings wird nicht jede Tour jedes Jahr wiederholt. Falls Ihnen Fehler auffallen oder Sie der Meinung sind, dass die Bewertung nicht passend gewählt ist, so nehmen Sie doch Kontakt zu uns auf.

Autor dieser Tour: Michael Mertel. Der Tourenbericht stammt aus dem Jahr 2013. Die letzte Aktualisierung fand vor 4 Jahren statt.