Wikiberge-Logo

wikiberge.de

Bergtourenberichte aus dem Rosenheimer Hausbergen

Bergtour Westliches Reifhorn ab Lofer

Ruhiger Nebengipfel in kargem Umfeld

Die Loferer Steinberge bieten viele lange Gipfelanstiege. Ein Guter Stützpunkt ist hierfür die Schmidt-Zabierow-Hütte, von der aus bspw. das Gr. Ochsenhorn, Gr. Reifhorn oder auch Mitterhorn und Breithorn bestiegen werden können. Ein weiterer kleiner Gipfel ist das Westliche Reifhorn: Eigentlich nur als Zeitvertreib am Nachmittag gedacht wurde das durch einen Wetterumschwung der einzige Gipfel der Tour. In unserem Falle führte der Anstieg durch das Loferer Hochtal.

Derzeit kein Bild vorhaden

Toureninfos

Region: Österreich ⇒ Loferer und Leoganger SteinbergeLoferer Steinberge
Ziele: Westliches Reifhorn
Höhenmeter: 1720
Länge: 6 Kilometer (einfach)
Wegbeschaffenheit: Bergsteige, freies Gelände mit Markierung. Leichte Kletterei (I-II)
Schwierigkeit: Schwierigkeit 4 von 5
Anforderung Kondition: Anforderung4 von 5 (4 von 5)
Anforderung Orientierung: Anforderung 3 von 5 (3 von 5)
Anforderung Weg: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Landschaft: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Frequentierung: Anforderung 2 von 5 (2 von 5)
Beste Jahreszeit: Sommer und früher Herbst
Aufstieg: 5:15 Stunden
Abfahrt 4:00 Stunden
Einkehr: Schmidt-Zabierow-Hütte
Karte:Alpenvereinskarte Loferer u. Leoganger Steinberge, Deutscher Alpenverein, 1:25.000
Tourismus: Lofer

Anfahrt

  • Mit dem Auto: über die A93 Ausfahrt Oberaudorf, Walchsee, Kössen, Waidring Richtung Lofer. Dort nicht durch den Tunnel, sondern rechts Richtung Ortsmitte. Der Straße bis zu den ersten Häusern folgen. Kurz darauf leitet rechts ein grüner Wegweiser Richtung Loferer Steinberge. Dieser Bergstraße folgt man nun kurz bergauf, bis es im Hochtal flacher wird. Hier links um die Hütten, bis der Parkplatz erreicht ist.

Ausgangsposition des Berichts: Parkplatz am Ende des Loferer Hochtals

Tourenbericht

Am Parkplatz führt ein breiter Weg zunächst noch mäßig steil taleinwärts. Bald macht der Weg einen Knick auf die linke Talseite, an dessen Hängen es bald stufig und recht steil bergauf geht. Sobald die Stufe am Ende des Loferer Hochtals geschafft ist wird es etwas flacher. Aussicht auf die Staufengruppe und später auch auf die Reiter Alm machen den Weg recht schön. Der Weg schlängelt sich immer weiter auf der östlichen Talseite hinauf. Mit zunehmender Höhe werden auf der Westseite die Ausläufer des Breithorns immer imposanter. Nach circa einer Stunde passiert man dann die Vorgängerhütte auf 1.273 Meter, die inzwischen jedoch bis auf ihre Grundmauern verfallen ist. Der Weg schlängelt sich nun weiter in die Mitte des Tales. Bald durchwandert man die Waldgrenze des Laubwaldes, was vor allem im Herbst eine sehr bunte Angelegenheit ist. Wir steigen weiter bergauf, und passieren eine weitere Stufe im Gelände. Nun erheben sich auch das Große Ochsenhorn und Reifhorn vor uns. Die Vegetation geht in diesem Abschnitt deutlich zurück. Bald schon haben wir sämtliches grün hinter und gelassen. Dafür schiebt sich die Schmidt-Zabierow-Hütte in unser Blickfeld. Dennoch dauert es fast noch eine halbe Stunde, bis der erste Teil der Tour geschafft ist.

Von der Hütte, die auf einem Minigipfel steht, führen Pfadspuren circa 40 Höhenmeter nach Süden bergab. Dort trifft man auf den normalen Weg, der Richtung Wehrgrubenjoch führt. Zunächst flach, später auch steiler geht es unterhalb des Nackten Hundes (incl. gleichnamiger Klettersteig) vorbei an Schneefeldern an die Felswand heran. Steile Stücke sind hierbei mit Drahtseilen und Eisentritten ausgestattet und erleichtern den Aufstieg. Nach circa einer Stunde ab der Alpenvereinshütte ist das Wehrgrubenjoch erreicht.

Von dort steigt man nach Osten den Roten Punkten folgend auf. Zunächst geht es hierbei über ein Schotterfeld an den Fels heran. Eine erste Felsstufe wird leicht überklettert. Nach einem kurzen Schotter geht es über ein Band, das im zweiten Teil mit Kletter- und Drahseil den Weg erleichtert. Nach einem Schwenk nach links folgt man mehr oder weniger der natürlichen Felskante. Wenn der Weg zu einer kleinen Wiese führt, bei der es eine Minischarte nach Osten gibt folgt man den Punkten zwischen die Felsen hinein und klettert leicht (I-II-Stellen) hinauf, um kurz darauf wieder der Felskante zu folgen. Bald darauf wird es deutlich flacher und nach circa 45 Minuten ab dem Wehrgrubenjoch ist der Gipfel erreicht.


Karte

Bilder

		Weg am Anfang der Tour			bald wird die Aussicht immer karger			Großes Ochsenhorn und Reifhorn			Pause an der Schmidt-Zabierow-Hütte			Blick von der Hütte auf das Wehrgrubenjoch wohin es nun geht			gesicherte Passage zum Wehrgrubenjoch			Blick auf das Geiselhorn			Aufstieg entlang der roten Punkte			Gipfelkreuz vor der Kulisse des Großen Reifhorns			Ungefährer Verlauf der Tour

Bücher und Co*

Sonstiges

    Nichts verfügbar

*Hinweis: Bei den angegeben Landkarten handelt es sich um Karten zur Region dieses Berichts. Dies bedeutet nicht, dass in der jeweiligen Karte auch sämtliche Wege des Berichts zu finden sind. Bei der angegeben Literatur handelt es sich um Bücher und Führer, die zu dieser Tour passen. Das bedeutet nicht, dass Sie in den genannten Büchern die hier vogestellte Tour 1:1 wiederfinden.

Kommentare

Derzeit sind zu dieser Tour keine Kommentare verfügbar.

Hinweise

Achtung: Jeder, der in den Bergen unterwegs ist muss für sich selbst Verantwortung übernehmen. Für die Angaben in diesem Tourenbericht wird keine Gewähr für Richtigkeit oder Aktualität übernommen. Wenn Sie in den Bergen unterwegs sind informieren Sie sich vorher ausreichend, fragen Gebietskenner und gehen Sie niemals ohne Karte in für Sie fremdes Gelände. Die Zeit und Schwierigkeit sind persönliche subjektive Einschätzungen des Autors - diese können sich von den Ihren grundlegend unterscheiden. Höhenangaben können relativ oder absolut abgegeben sein, was zur Folge hat, dass es oft mehr als die dargestellte Höhendifferenz zu erklimmen gilt. Beachten Sie, ob sie passende Ausrüstung für Notfälle mit sich führen. Weiteres dazu im Impressum. Die Autoren von Wikiberge.de sind stets bemüht bei veränderter Lage die Berichte anzupassen. Allerdings wird nicht jede Tour jedes Jahr wiederholt. Falls Ihnen Fehler auffallen oder Sie der Meinung sind, dass die Bewertung nicht passend gewählt ist, so nehmen Sie doch Kontakt zu uns auf.

Autor dieser Tour: Michael Mertel. Der Tourenbericht stammt aus dem Jahr 2012. Die letzte Aktualisierung fand vor 5 Jahren statt.