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Bergtourenberichte aus dem Rosenheimer Hausbergen

Bergtour Wendelstein-Rundtour

Anstrengendes Gipfelsammeln im Wendelsteingebiet

Das Wendelsteinmassiv ist eines der Gebiete vor den Toren Rosenheims und findest dem entsprechend auch Anklang. Viele Gipfel können durch diverse Wege leicht bis mittelschwer erreicht werden. Alle Gipfel zu einer Tagestour zu verbinden scheint dann doch etwas zu viel zu sein. Nach einer ersten Streichung blieben für diese Tour jedoch noch über 10 Gipfel übrig, die alle hohen Gipfel zu einer füllenden Tagestour verbindet.

Die folgende Tour startet im Jenbachtal und führt über den Breitenstein und Schweinsberg zum Wendelstein. Die anschließende Runde führt über Lacherspitz, Wildalpjoch, Käserwand und Kesselwand zur Soinwand von wo aus der Abstieg zur Reindleralm erfolgt. Schlussetappe dieser Tour sind dann die Aufstiege auf Haidwand, Hochsalwand, Lechnerkopf und Rampoldplatte von welcher der Abstieg nach Brannenburg erfolgt.

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Toureninfos

Region: Deutschland ⇒ Bayerische VoralpenWendelsteingebiet
Ziele: Breitenstein, Schweinsberg, Wendelstein, Lacherspitz, Wildalpjoch, Käserwand, Kesselwand, Soin(wand), Haidwand, Hochsalwand, Lechnerkopf, Rampoldplatte
Höhenmeter: 2507
Länge: 27 Kilometer (komplett)
Wegbeschaffenheit: Wanderwege, Bergsteige, leichte Kletterei
Schwierigkeit: Schwierigkeit 4 von 5
Anforderung Kondition: Anforderung5 von 5 (5 von 5)
Anforderung Orientierung: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Anforderung Weg: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Landschaft: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Frequentierung: Anforderung 3 von 5 (3 von 5)
Beste Jahreszeit: Frühling oder Herbst
Aufstieg: 5:00 Stunden
Abfahrt 6:00 Stunden
Einkehr: Hubertushütte, Kesselalm (wenige Meter abseits der Tour), Wendelsteinhaus, Wirtsalm, Schuhbräualm, Schlipfgrubalm
Karte:Bayerische Alpen - Mangfallgebirge Ost, Deutscher Alpenverein, 1:25.000
Tourismus: Brannenburg

Anfahrt

  • Mit dem Auto: Mit dem Auto von Rosenheim kommend über Wasserwiesen oder die Autobahn A8 Ausfahrt Bad Aibling den Schildern nach Bad Feilnbach folgen. Im Ort an der abknickenden Vorfahrt rechts in die Ortsmitte abbiegen und nach dem Bach links in die Wendelsteinstraße abbiegen. Am ehemaligen Mauthäuschen vorbei fahren bis am Ende der öffentlichen Bergstraße der Parkplatz erreicht wird.
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: In Bad Feilnbach halten Linienbusse. Von der Ortsmitte geht es zu Fuß am Jenbach entlang. Am Ende geht es über den Jenbachsteig und am Straßenrand bis zum Parkplatz
  • Mit dem Fahrrad: Es gibt einen ausgeschrieben Radweg von Rosenheim über Bad Abling (Mangfallradweg) und Au nach Bad Feilnbach (Alte Bahnline). Auf der Mautstraße muss dann bis zum Parkplatz aufgefahren werden

Ausgangsposition des Berichts: Parkplatz im Jenbachtal

Tourenbericht

Jenbachtal - Breitenstein

Wir starten im Jenbachtal und wandern am Bach entlang immer weiter Richtung Wendelstein. Dabei wandern wir an der abweisenden Felswand des Breitensteins vorbei, den wir später leicht besteigen werden. Über eine Brücke queren wir den Bach, folgen dem Weg weiter bergauf und queren auf dem Fahrweg den Bach 3 mal über Furten. Der Weg wird nun immer schmaler und zuletzt steigen wir immer schmaler auf bis wir auf den Normalweg des Breitensteins oberhalb des Schweinsbergsattels landen. Zu guter letzt geht es nun über einen felsigen Steig an der Hubertushütte vorbei zum Gipfel des Breitenstein.

Breitenstein - Schweinsberg

Wir steigen vom Breitenstein wieder ab und folgen den Wegweisern Richtung Kesselalm bis wir am Materialbahnhäuschen am Schweinsbergsattel landen. Wir gehen nun noch ein paar Meter bergab und wählen schon bald den Weg zur Kotalm, die wir unschwierig nach circa einer viertel Stunde von der Weggabelung aus erreichen. An der Alm gehen wir links vorbei und folgen dem sumpfigen Pfad bis auf den Sattel zwischen Schweinsberg und Kirchwand. Von dort geht es in wenigen Minuten zum zweiten Gipfel des Tages - dem Schweinsberg.

Schweinsberg - Wendelstein

Vom Schweinsberg steigen wir wieder auf den Sattel ab, und folgen dem Weg Richtung Aiblinger Hütte, wobei wir diesen Weg nach wenigen Augenblicken schon wieder verlassen und nach rechts auf einem Wanderpfad Richtung Elbach-Alm. Zu dieser geht es meist leicht bergauf-bergab. Hinter der Alm folgen wir dem Wanderweg hinauf zum Wendelstein. An seiner Westseite vorbei unterqueren wir die Seilbahn, und steigen die letzten Meter zum Wendelsteinhaus in Serpentinen hinauf. Mit den Menschenmassen geht es nun die letzten Meter auf dem Treppensteig nun hinauf zum höchsten Gipfel der Tour auf den Wendelstein.

Wendelstein - Lacherspitz

Vom Wendelstein steigen wir wieder auf dem Steig ab und folgen den beschilderten Abstiegen hinab in die Zeller Scharte. Von dieser gehen wir noch leicht bergab Richtung Bayrischzell, steigen aber bald über einen Pfad auf den Lachersattel wieder auf. Vom Lifthäuschen des Schlepplifts steigen wir zuletzt über den kleinen Bergsteig zum Gipfel der Lacherspitz.

Lacherspitz - Wildalpjoch - Käserwand

Von der Lacherspitz steigen wir wieder zum Lift hinab, folgen dem Pfad über die Wiese, überqueren den Viehzaun und steigen zwischen Latschen mit leichten Gegenanstiegen an der Seewand vorbei. Nach einer Steinstufe gehen wir noch einmal durch eine Senke und erreichen schon bald den Gipfel des Wildalpjochs.
Von diesem steigen wir nach Osten bergab bis wir an den ersten Kletterrouten stehen. Über den nordseitigen Anstieg folgen wir über zwei Felsplatten dem Weg zum Gipfelkreuz.

Käserwand - Wildalpjoch - Kesselwand

Vom Gipfelkreuz geht es auf dem gleichen Weg wieder zurück über das Wildalpjoch zur Weggabelung unterhalb der Seewand. Dort wählen wir den Weg zur Bundeswehrhütte (Soinhütte), steigen in Kehren bergab und wandern gemütlich fast eben zur Hütte. An dieser steigen wir über einen Pfad mäßig steil auf den Sattel zwischen Soin- und Kesselwand auf. Nach einem kurzen Abstieg folgen wir den unmarkierten Pfadspuren zuerst noch leicht, später über die bröckelige Felsplatte zum Gipfelkreuz der Kesselwand auf.

Kesselwand - Soinwand - Haidwand

Von der Kesselwand geht es zunächst wieder zurück auf den Sattel Richtung Soinwand, wo wir diesmal den anderen Weg zur Soinwand wählen. Der ebenfalls unmarkierte Pfad führt dabei zunächst über eine Bergwiese und später zwischen Latschen zum Gipfel der Soinwand, die eine herrliche Aussicht auf fast alle Gipfel der Tour bietet.
Unter anderem hat man auch einen schönen Blick auf das nächste Ziel der Tour: die Haidwand. Um diese zu erreichen steht nun erst einmal ein längerer Abstieg bevor. Wir wandern wieder bis fast zur Weggabelung Richtung Kesselwand, steigen aber nun auf der anderen Seite vor der Kulisse des Wendelstein in Kehren Richtung Zeller Scharte ab. Unten angekommen wir es schlagartig wieder lebhafter - man merkt einfach wie stark der Wendelstein Wanderer anzieht. Durch das kleine Portal gehen wir unter der Zahnradbahn hindurch und folgen dem Pfad über das Geröllfeld hinab zur Reindler-Alm.
An dieser gehen wir vorbei, wandern zunächst ein Stück Richtung Hochsalwand und verlassen auf Höhe der Badewanne den Weg nach links. Pfadspuren führen zunächst auf den schwach ausgeprägten Sattel nördlich der Kirchwand. Von dort folgen wir den schwach ausgeprägten Pfadspuren hinauf zum Gipfel der Haidwand.

Haidwand - Hochsalwand - Lechnerkopf

Von der Haidwand steigen wir wieder ab, bis wir wieder auf dem Weg zur Hochsalwand landen. Diesem folgen wir über Stock und Stein bis zum Gipfel. Um nun zum Lechnerköpfl zu gelangen gehen wir zunächst ein Stück zurück, folgen der Beschilderung Richtung Schuhbräualm und verlieren über den gesicherten Steig rasch an Höhe. Wenn die Landschaft wieder sanfter wird und der Lechnerkopf sich vor einer Wiese erhebt verlassen wir den markierten Weg gerade aus und steigen zur Westseite hinüber. Von dort aus klettern (I-II) wir dann zum Gipfel des Lechnerkopfs hinauf und genießen den Blick auf den letzten Gipfel, der noch bevor steht.

Lechnerkopf - Rampoldplatte - Sagbruck

Vom Lechnekopf steigen wir wieder über die selbe Route ab, bis wir wieder auf dem markierten Weg Richtung Rampoldplatte landen. Über die Lechnerschneid folgen wir zuletzt relativ eben dem Gratverlauf bis ein letzter kurzer Anstieg auf die Rampoldplatte leitet.
Der letzte Teil ist nun der Abstieg hinab. Über den Pfad steigen wir zunächst zur Rampoldalm hinab, von der ein weiterer Pfad zur Schuhbräualm führt. An dieser gibt es nun mehrere Möglichkeiten ins Tal abzusteigen. Eine Möglichkeit wäre wieder ins Jenbachtal hinab zugehen. Oder man geht gemütlich über die Schlipfgrubalm nach Sagbruck oberhalb von Brannenburg.

Varianten

Die Tour ist sehr variabel gestaltbar. So kann man die Tour beispielsweise noch mit dem Mitterberg und Farrenpoint erweiterbar. Allerdings kann man sich auch Teile sparen. So könnte man die Gipfel deren Hin- und Rückweg auf dem selben Weg verläuft streichen. Oder man spar sich einer der '''Schleifen''' wie den Breitenstein (und Schweinsberg), Wildalpjoch (mit Käserwand, Lacherspitz, Kesselwand und Soinwand), oder steigt direkt von der Reindleralm nach St. Margarethen ab.


Karte

Bilder

		Start im Jenbachtal			Wenn der Fahrweg der Bach ist			Breitensteingipfel in den Wolken			Fahrweg zur Kotalm			Schweinsberg			In Wolken geht es auf den Wendelstein			Trubel am Wendelsteingipfel			Gipfelkreuz der Lacherspitz			Blick auf das Wildalpjoch			Wildalpjoch			Wo kein Trubel ist sind die Tiere auch nicht ganz so scheu			Käserwand			Weg zur Kesselwand			Soin und Wendelstein			Weg zur Haidwand			Blick von der Haidwand hinüber zur Hochsalwand und dem Lechnerkopf			Hochsalwand			Über diese Felswand kraxelt man zum Gipfel des Lechnerkopfs			Lechnerkopf			der letzte Gipfel ist erreicht - jetzt geht es nur noch bergab

Bücher und Co*

*Hinweis: Bei den angegeben Landkarten handelt es sich um Karten zur Region dieses Berichts. Dies bedeutet nicht, dass in der jeweiligen Karte auch sämtliche Wege des Berichts zu finden sind. Bei der angegeben Literatur handelt es sich um Bücher und Führer, die zu dieser Tour passen. Das bedeutet nicht, dass Sie in den genannten Büchern die hier vogestellte Tour 1:1 wiederfinden.

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Kommentare

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Hinweise

Achtung: Jeder, der in den Bergen unterwegs ist muss für sich selbst Verantwortung übernehmen. Für die Angaben in diesem Tourenbericht wird keine Gewähr für Richtigkeit oder Aktualität übernommen. Wenn Sie in den Bergen unterwegs sind informieren Sie sich vorher ausreichend, fragen Gebietskenner und gehen Sie niemals ohne Karte in für Sie fremdes Gelände. Die Zeit und Schwierigkeit sind persönliche subjektive Einschätzungen des Autors - diese können sich von den Ihren grundlegend unterscheiden. Höhenangaben können relativ oder absolut abgegeben sein, was zur Folge hat, dass es oft mehr als die dargestellte Höhendifferenz zu erklimmen gilt. Beachten Sie, ob sie passende Ausrüstung für Notfälle mit sich führen. Weiteres dazu im Impressum. Die Autoren von Wikiberge.de sind stets bemüht bei veränderter Lage die Berichte anzupassen. Allerdings wird nicht jede Tour jedes Jahr wiederholt. Falls Ihnen Fehler auffallen oder Sie der Meinung sind, dass die Bewertung nicht passend gewählt ist, so nehmen Sie doch Kontakt zu uns auf.

Autor dieser Tour: Michael Mertel. Der Tourenbericht stammt aus dem Jahr 2010. Die letzte Aktualisierung fand vor 7 Jahren statt.