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Bergtourenberichte aus dem Rosenheimer Hausbergen

Bergtour Ulrichshorn und Heimkehrerkreuz ab St. Ulrich

Steile Tour in den westlichen Loferer Steinbergen

Das Ulrichshorn ist der letzte bedeutende Gipfel der Westlichen Loferer Steinberge und bietet imposante Nahblicke auf die Steinberge selbst, aber auch Richtung Hohe Tauern. Etwas südlich vorgelagert liegt das Heimkehrerkreuz. Bis hierhin können trittsichere Bergsteiger dank einiger Stahlseile noch recht leicht vom Pillersee aufsteigen. Dem entsprechend ist der Gipfel beliebt und auch häufig frequentiert. Der Übergang von dort zum Ulrichshorn ist dann der Beginn des Nuracher Höhenwegs. Deutlich anspruchsvoller und ausgesetzter wird es hier bald ruhiger, was diesen Gipfel zu einem perfekten Herbsttourengipfel macht.

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Toureninfos

Region: Österreich ⇒ Loferer und Leoganger SteinbergeLoferer Steinberge
Ziele: Heimkehrerkreuz (Loferer Steinberge), Ulrichshorn
Höhenmeter: 1340
Länge: 4 Kilometer (einfach)
Wegbeschaffenheit: Bergsteige, freies Gelände mit Markierung. Leichte Kletterei (I-II)
Schwierigkeit: Schwierigkeit 4 von 5
Anforderung Kondition: Anforderung4 von 5 (4 von 5)
Anforderung Orientierung: Anforderung 2 von 5 (2 von 5)
Anforderung Weg: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Landschaft: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Frequentierung: Anforderung 3 von 5 (3 von 5)
Beste Jahreszeit: Herbst
Aufstieg: 3:30 Stunden
Abfahrt 2:30 Stunden
Einkehr: Bei dieser Tour gibt es keine Einkehrmöglichkeit!
Karte:Alpenvereinskarte Loferer u. Leoganger Steinberge, Deutscher Alpenverein, 1:25.000
Tourismus: St. Ulrich im Pillerseetal

Anfahrt

  • Mit dem Auto: Über die Inntalautobahn Ausfahrt Oberaudorf über Walchsee nach Kössen. Hier weiter über Erpfendorf nach Waidring. Im Ort der Straße nach St. Ulrich folgen. Dort befindet sich am Ortseingang ein großer Parkplatz auf der linken Straßenseite.

Ausgangsposition des Berichts: Parkplatz am Ortseingang von St. Ulrich südlich des Pillersees

Tourenbericht

Am Parkplatz südlich des Pillersees folgt man zunächst dem breiten Weg nach Osten auf den schon sichtbaren Vorgipfel. Durch einen Weg im Moor überquert man zwei Bäche und folgt dort dem steilen Weg in den Wald nach Südosten hinein. In einem Lärchenwald gewinnt man auf angenehm weichem Waldboden schnell an Höhe. Viel steiler könnte es hier auch nicht hinauf gehen. Ohne große Schwierigkeiten, aber auch ohne signifikante Orientierungspunkte steigt man immer weiter bergauf. Links des Weges blinzelt dabei auf gut 1.200 Metern die Bräualm durch. Unterhalb der Waldgrenze auf knapp 1.500 Metern bietet sich eine Wiese für eine kurze Rast an, denn flacher als bis jetzt wird es auch im folgenden Latschenkorridor nicht. Nun etwas gerölliger erreicht der Weg bald einen Bergrücken auf dem es nun direkt auf den Gipfel zu geht. Vor dem Felsaufbau mit sichtbarem Kreuz mach der Bergsteig jedoch einen Knick nach Süden, umgeht den Gipfel und führt über Bänder und einige gesicherte Passagen von Osten her zum Heimkehrerkreuz.

Der Übergang vom Heimkehrerkreuz zum Ulrichshorn wird nun deutlich anspruchsvoller. Absolute Schwindelfreieit und Kletterfertigkeit im I-II Schwierigkeitsgrad machen den Übergang einerseits anspruchsvoller, andererseits auch landschaftlich und wegtechnisch schöner. Man steigt nun zunächst westlich des Gipfels um einen kleine Graterhebung herum, wobei es dabei zunächst kurz bergab geht. Der Weg orientiert sich wieder auf den Grat hinauf und führt nun auf dessen Oststeite nach Norden. Der vermeintliche Gipfel, den man vom Heimkehrerkreuz erkannt hat erweist sich nur als Erhebung vor dem Gipfel. Kurz geht man auf Bändern noch nach Süden, ehe es durch leichte Kletterei und eine abschüssige, aber gesicherte Stelle bald steil wieder auf den Grat hinauf geht. Von dort erkennt man schon das Gipfelkreuz, zu welchem es nun der logischen Linie aus folgend geht.

Abstieg entlang der Aufstiegsroute.

Varianten:

  • Über den Nuracher Höhenweg sind es noch 4-5 Stunde zur Schmidt-Zabierow-Hütte bzw. 8 Stunden ins Loferer Hochtal
  • Über den Brunnkogel kann über einen sehr exponierten, schotterigen Bergsteig abgestiegen werden (Steinschlaggefahr von oben!)


Karte

Bilder

		Start in St. Ulrich			Das Heimkehrerkreuz ist rechs schon zu erkennen			typisches Bild für den Anstieg			kurz wird es flach			Treppenstufen zwischen den Latschen			Anstieg auf circa 1.750 Höhenmetern			Heimkehrerkreuz			Blick Richtung Ulrichshorn auf einen Vorgipfel			letztes Stück zum Ulrichshorn			Ulrichshorn			Ungefährer Verlauf der Tour von Westen aus gesehen

Bücher und Co*

Sonstiges

    Nichts verfügbar

*Hinweis: Bei den angegeben Landkarten handelt es sich um Karten zur Region dieses Berichts. Dies bedeutet nicht, dass in der jeweiligen Karte auch sämtliche Wege des Berichts zu finden sind. Bei der angegeben Literatur handelt es sich um Bücher und Führer, die zu dieser Tour passen. Das bedeutet nicht, dass Sie in den genannten Büchern die hier vogestellte Tour 1:1 wiederfinden.

Kommentare

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Hinweise

Achtung: Jeder, der in den Bergen unterwegs ist muss für sich selbst Verantwortung übernehmen. Für die Angaben in diesem Tourenbericht wird keine Gewähr für Richtigkeit oder Aktualität übernommen. Wenn Sie in den Bergen unterwegs sind informieren Sie sich vorher ausreichend, fragen Gebietskenner und gehen Sie niemals ohne Karte in für Sie fremdes Gelände. Die Zeit und Schwierigkeit sind persönliche subjektive Einschätzungen des Autors - diese können sich von den Ihren grundlegend unterscheiden. Höhenangaben können relativ oder absolut abgegeben sein, was zur Folge hat, dass es oft mehr als die dargestellte Höhendifferenz zu erklimmen gilt. Beachten Sie, ob sie passende Ausrüstung für Notfälle mit sich führen. Weiteres dazu im Impressum. Die Autoren von Wikiberge.de sind stets bemüht bei veränderter Lage die Berichte anzupassen. Allerdings wird nicht jede Tour jedes Jahr wiederholt. Falls Ihnen Fehler auffallen oder Sie der Meinung sind, dass die Bewertung nicht passend gewählt ist, so nehmen Sie doch Kontakt zu uns auf.

Autor dieser Tour: Michael Mertel. Der Tourenbericht stammt aus dem Jahr 2012. Die letzte Aktualisierung fand vor 5 Jahren statt.