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Bergtourenberichte aus dem Rosenheimer Hausbergen

Bergtour Steinplatte übers Schuasta Gangl

Bergtour und Klettersteig am Südrand der Chiemgauer Alpen

Die Steinplatte gehört wohl zu den am besten erschlossenen Gipfel der Chiemgauer Alpen: Neben einer Gondelbahn incl. Winterinfrastruktur führt ebenfalls eine Mautstraße bis auf 500 Meter unter den Gipfel heran. Dies lockt neben der grandiosen Aussicht auf die Steinberge natürlich eine bunte Mischung von Personen an. Wenn man jedoch den Klettersteig s'Schuasta Gangl gehen möchte muss wohl die Bergeinsamkeit für einen Tag vergessen aber kann, wenn über den Wieslochsteig abgestiegen wird, doch noch ruhige Momente erleben.

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Toureninfos

Region: Österreich ⇒ Chiemgauer AlpenSüdliche Chiemgauer Alpen
Ziele: Steinplatte
Höhenmeter: 580
Länge: 7 Kilometer (komplett)
Wegbeschaffenheit: Wanderwege, teils ausgesetzte Bergsteige, Klettersteig
Schwierigkeit: Schwierigkeit 3 von 5
Anforderung Kondition: Anforderung3 von 5 (3 von 5)
Anforderung Orientierung: Anforderung 2 von 5 (2 von 5)
Anforderung Weg: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Landschaft: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Frequentierung: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Beste Jahreszeit: je nach Schneelage teilweise schon im Frühjahr möglich. Am besten im Herbst.
Aufstieg: 2:15 Stunden
Abfahrt 2:15 Stunden
Einkehr: Stallenalm
Karte:Wanderkarte Chiemgauer Alpen - Lofer - Leogang - Steinberge, freytag & berndt, 1:50.000
Tourismus: Steinplatte

Anfahrt

  • Mit dem Auto: Über die A93 Ausfahrt Oberaudorf über Walchsee nach Kössen. Dort Richtung Erpendorf und kurz davor auf die Loferer Bundesstraße Richtung Waidring. Vor der Ortseinfahrt links der Beschilderung Richtung Maustraße folgen. An den letzten Häusern vorbei fahren, 8€ Maut bezahlen und dann steil bis an das Ende der Straße auffahren.

Ausgangsposition des Berichts: Parkplatz am Ende der Steinplatte-Mautstraße

Tourenbericht

Am Parkplatz auf 1.376 Meter folgt man zunächst wenige Minuten der geteerten Straße bis zur Stallenalm. Hier führt rechts ein Forstweg an zwei Almen vorbei und leicht bergauf. Man geht nach Südosten und unterquert bald die Gondelbahn. Hier geht man links und folgt man zunächst dem breiten Weg weiter und orientiert sich bald an der Beschilderung zum Klettersteig. Über einen teilweise recht erdigen Bergsteig geht es nun streckenweise steil immer näher an die Felswände der Steinplatte hinauf. Den Wald hinter sich gelassen blickt man auf die imposante Wand, an der die ersten Kletterer schon Richtung Gipfel streben. Zum Einstieg des Klettersteig geht es noch ein Stück nach Südosten bis der Einstieg an einem markanten Felsblock mit Föhre erreicht wird.

Der Klettersteig führt zunächst fast senkrecht nach oben. Weiter oben wird bald der Charakter des Steiges sichtbar: Es geht weniger darum sich senkrecht an einem Stahlseil hinauf zu ziehen. Vielmehr kann man meist mit leichter Kletterei im II. und III. Schwierigkeitsgrad aufsteigen. Bei senkrechten Passagen helfen dann künstlichen Tritte. Das Stahlseil an sich dient mehr als Sicherungsseil. Eine Ausnahme bildet die schwieriggere Variante "Knieschladerer", die etwas schwerer und exponierter eine kleine Schleife im Klettersteig bildet. Hinter dieser sind es nur noch wenige Meter und der Klettersteig endet am Westgipfel der Steinplatte. Von dort sind es zwischen den Latschen nur noch wenige Meter zum höheren Ostgipfel.

Der schnellste Abstieg von der Steinplatte zurück zum Parkplatz wäre über den Fahrweg entlang der Seilbahnen auf der Westseite des Gipfels. Da die Tour bis jetzt jedoch sehr kurz war sind wir über den Wieslochsteig abgestiegen. Dazu folgt man vom Hauptgipfel dem Pfad in der Latschengasse nach Süden und steigt im Karstgelände gleich wieder auf einen Felsen hinauf. Der Weg geht nun nach Osten und fällt dabei meist mäßig ab. Einige male erfolgen jedoch Gegenanstiege, die sich auf circa 65 Höhenmeter summieren.

Dort, wo die Felswand der Steinplatte ihren ersten Einbruch nach Osten hat steigen wir nun Drahtseil gesichtert nach Osten ab, machen einen Bogen nach Westen und schauen schon bald den Kletterern zu, Wir steigen noch ein Stück weiter ab, bis das Gefälle fast aufhört wo wir nun auf einem Höhenweg nach Westen wandern. Dabei genießt man immer wieder Blicke auf die Loferer Steinberge, die Kitzbüheler Alpen und den Westteil der Hohen Tauern. Teils ausgesetzt, teils wanderwegwartig, geht es immer weiter nach Westen bis die Weggabelung nahe der Gondelbahn erreicht wird, über die wir vorher zum Klettersteig gelangten. Zur Stallenalm und weiter zum Parkplatz gelangen wir nun über den bereits bekannten Weg.


Karte

Bilder

		Aufstieg unterhalb der Gondelbahn			Zustieg zum Klettersteig			Himmelsleiter am Anfang			typische Stelle			Einfaches fast schon Gehgelände			Aussicht vom Klettersteig			Felsspalt			Am Nebengipfel der Steinplatte			Am Hauptgipfel genießt man Aussicht auf den Alpenhauptkamm			Ungefährer Verlauf der Tour			Der Rückweg erfolgt mit einigen kleinen Gegenanstiegen			Auf und Ab im Karstgelände			Wieslochsteig			Rückweg unterhalb der Steinplatte			Blick auf den Wilden Kaiser

Bücher und Co*

*Hinweis: Bei den angegeben Landkarten handelt es sich um Karten zur Region dieses Berichts. Dies bedeutet nicht, dass in der jeweiligen Karte auch sämtliche Wege des Berichts zu finden sind. Bei der angegeben Literatur handelt es sich um Bücher und Führer, die zu dieser Tour passen. Das bedeutet nicht, dass Sie in den genannten Büchern die hier vogestellte Tour 1:1 wiederfinden.

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Hinweise

Achtung: Jeder, der in den Bergen unterwegs ist muss für sich selbst Verantwortung übernehmen. Für die Angaben in diesem Tourenbericht wird keine Gewähr für Richtigkeit oder Aktualität übernommen. Wenn Sie in den Bergen unterwegs sind informieren Sie sich vorher ausreichend, fragen Gebietskenner und gehen Sie niemals ohne Karte in für Sie fremdes Gelände. Die Zeit und Schwierigkeit sind persönliche subjektive Einschätzungen des Autors - diese können sich von den Ihren grundlegend unterscheiden. Höhenangaben können relativ oder absolut abgegeben sein, was zur Folge hat, dass es oft mehr als die dargestellte Höhendifferenz zu erklimmen gilt. Beachten Sie, ob sie passende Ausrüstung für Notfälle mit sich führen. Weiteres dazu im Impressum. Die Autoren von Wikiberge.de sind stets bemüht bei veränderter Lage die Berichte anzupassen. Allerdings wird nicht jede Tour jedes Jahr wiederholt. Falls Ihnen Fehler auffallen oder Sie der Meinung sind, dass die Bewertung nicht passend gewählt ist, so nehmen Sie doch Kontakt zu uns auf.

Autor dieser Tour: Michael Mertel. Der Tourenbericht stammt aus dem Jahr 2012. Die letzte Aktualisierung fand vor 5 Jahren statt.