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Bergtourenberichte aus dem Rosenheimer Hausbergen

Skitour Zuckerhütl

Kurzer Auftsieg mit Bergbahnunterstützung

Wenn man von den höheren Gipfeln der Voralpen oder des Kaisergebirges Richtung Alpenhauptkamm schaut erfolgt die Orientierung oft an Großglockner, Großvenediger und Olperer. Wenn bei klarer Sicht der Blick weiter Richtung Westen reicht blickt man auf schier unzählige Gipfel. Die Orientierung erfolgt hier oft über das formschöne Zuckerhütl. Das Zuckerhütl ist der höchste Berg in den Stubaier Alpen. Durch die Erschließung des Gebiets unweit des Gipfels hat sich die ehemalige sehr lange Tour zu einer kurzen entwickelt.
Der folgende Tourenbericht handelt vom Aufstieg über den Pfaffenferner und das Pfaffenjoch auf das Zuckerhütl. Die Abfahrt führt anschließend über den Sulzenauferner hinab zur Grawa-Alm.

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Toureninfos

Region: Österreich ⇒ Stubaier AlpenHochstubai
Ziele: Zuckerhütl, Wilder Pfaff
Höhenmeter: 650
Länge: 14 Kilometer (komplett)
Wegbeschaffenheit: Leichte Skitour, Steiler Gipfel (>40°)
Schwierigkeit: Schwierigkeit 4 von 5
Anforderung Kondition: Anforderung3 von 5 (3 von 5)
Anforderung Orientierung: Anforderung 2 von 5 (2 von 5)
Anforderung Weg: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Landschaft: Anforderung 5 von 5 (5 von 5)
Frequentierung: Anforderung 2 von 5 (2 von 5)
Aufstieg: 2:15 Stunden
Abfahrt 3:30 Stunden
Lawinengefahr: Mittel
Hangrichtung: Aufstieg: West und N
Bei dieser Tour handelt es sich um eine Hochtour!
Einkehr: Sulzenauhütte
Karte:Alpenvereinskarte Stubaier Alpen Hochstubai mit Skirouten, Deutscher Alpenverein, 1:25000
Tourismus: Stubaier Gletscherbahn

Anfahrt

  • Mit dem Auto: Über die Inntalautobahn nach Innsbruck. Von dort Richtung Brenner bis zur Ausfahrt Stubaital. Der Straße durch das Stubaital bis an ihr Ende an der Mutterbergalm folgen (Schilder: Stubaier Gletscherskigebiet)
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Busse fahren fahren von Innsbruck aus zum Skigebiet

Ausgangsposition des Berichts: Bergstation der Stubaier Gletscherbahn

Tourenbericht

Wir fahren zunächst mit der Stubaier Gletscherbahn über den Eisgrat zum Eisjoch unterhalb der Schaufelspitze auf gut 3000 Meter hinauf (3 Stationen, 14,50€). Von dort geht es zunächst zur Talstation des Schlepplifts. Um uns einige Meter Aufstieg zu sparen fuhren wir am Hang entlang und starteten den eigentlichen Aufstieg bei schätzungsweise 2.900 Meter.

Nach dem Anfellen geht es zunächst über den unten spaltenreichen Pfaffenferner auf der linken Seite hinauf. Harscheisen erwiesen sich auf dem Westhang als gute Wahl. Mit zunehmender Höhe wir der Gletscher flacher. Wir gehen links über das Pfaffenjoch. Nun stehen wir vor der grandiosen Kulisse des Gipfels. Um diesen zu erreichen queren wir meist flach den Sulzenauferner nach Osten, bis wir etwas oberhalb des Pfaffensattels den Grat zwischen Zuckerhütl und Wildem Pfaff erreichen. Je nach Verhältnissen kann noch ein Stück per Skier aufgestiegen werden, doch die letzten 100 Höhenmeter geht es unweigerlich mit dem Pickel und Steigeisen hinauf. Der „Weg“ wird nun immer steiler (>40 Grad). Am Gipfel wartet dann ein Rund-um-Panorama, welches bei klarer Sicht vom Bernina über Zugspitze, Karwendel und Großglockner bis zu den Dolomiten reicht.

Wem dieser Gipfel noch nicht reicht kann noch den Wilden Pfaff mitnehmen. Vom Skidepot wird dazu zum Pfaffenjoch abgefahren undüber die Nordseite aufgestiegen.

Da die Tour bis jetzt sehr kurz war erfolgt die Abfahrt über die Sulzenau zur Grawa-Alm. wir fahren zunächst über den spaltenreichen Sulzenauferner. Um die großen Spalten zu umgehen fahren wir dabei zunächst rechts, queren auf circa 3100 Meter auf die linke Seite und fahren auf dieser bis zur Gletscherzunge ab. Nach einem Flachstück wird die geschlossene Sulzenauhütte erreicht. Nach einer steilen Abfahrt (nichts für Anfänger) fahren wir an der Sulzenaualm vorbei. Anschließend queren wir zweimal den Bach und fahren in engen Radien auf dem Wanderweg Richtung Bushaltestelle ab, ehe Schneemangel uns dabei auf den letzten 150 Höhenmetern einen Strich durch die Rechnung macht.


Karte

Bilder

		Auffahrt mit der Bergbahn			Kurze Abfahrt am Anfang der Tour			Start der eigentlichen Tour			Aufstieg zum Joch			Das Zuckerhütl			Keine Lust mehr auf Skier - es geht zu Fuß weiter			Aufstieg zum Gipfel. Es geht über das weiße Schneeband			Gipfelkreuz			Gletscherspalte bei der Abfahrt			Steile Stufe unterhalb der Sulzenauhütte. Rechts geht es bergab

Bücher und Co*

Sonstiges

    Nichts verfügbar

*Hinweis: Bei den angegeben Landkarten handelt es sich um Karten zur Region dieses Berichts. Dies bedeutet nicht, dass in der jeweiligen Karte auch sämtliche Wege des Berichts zu finden sind. Bei der angegeben Literatur handelt es sich um Bücher und Führer, die zu dieser Tour passen. Das bedeutet nicht, dass Sie in den genannten Büchern die hier vogestellte Tour 1:1 wiederfinden.

Kommentare

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Hinweise

Wie bei jeder Bergtour ist es Pflicht eines vernünftigen Skitourengehers immer die volle Ausrüstung für die eigene Sicherheit dabei zu haben. Dies gilt auch bei angeblich sicheren Verhältnissen. Dazu zählen auf jeden Fall ein Lawinensuchgerät, Schaufel, Sonde und Notfallausrüstung. Jeder trägt für sich selbst Verantwortung ob er die jeweilige Tour antritt oder nicht.

Der Deutsche Alpenverein empfiehlt auf seiner Homepage folgende Mindestausrüstung: Wetterfeste Winterkleidung, warm, wasserabstoßend, mit Handschuhen, Mütze; Rucksack mit 25-35 Liter Inhalt; Befestigungsmöglichkeiten für Ski/Snowboard; Thermosflasche mit heißem Getränk, Tourenproviant; Kompass, Höhenmesser, Landkarte, Maßstab 1:25.000 (AV-Karte); Lawinenverschütteten Suchgerät (LVS-Gerät) und Sonde für das rasche Auffinden nach einer Verschüttung, Lawinenschaufel zum Befreien von Opfern, Handy zur Unfallmeldung (112)
Mehr dazu hier auf der Seite des DAV.

Achtung: Jeder, der in den Bergen unterwegs ist muss für sich selbst Verantwortung übernehmen. Für die Angaben in diesem Tourenbericht wird keine Gewähr für Richtigkeit oder Aktualität übernommen. Wenn Sie in den Bergen unterwegs sind informieren Sie sich vorher ausreichend, fragen Gebietskenner und gehen Sie niemals ohne Karte in für Sie fremdes Gelände. Die Zeit und Schwierigkeit sind persönliche subjektive Einschätzungen des Autors - diese können sich von den Ihren grundlegend unterscheiden. Höhenangaben können relativ oder absolut abgegeben sein, was zur Folge hat, dass es oft mehr als die dargestellte Höhendifferenz zu erklimmen gilt. Beachten Sie, ob sie passende Ausrüstung für Notfälle mit sich führen. Weiters dazu im Impressum.

Autor dieser Tour: Michael Mertel. Der Tourenbericht stammt aus dem Jahr 2011. Die letzte Aktualisierung fand vor 6 Jahren statt.