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Bergtourenberichte aus dem Rosenheimer Hausbergen

Skitour Tristkopf ab dem Kurzen Grund

Skitour am Salzachjoch

Sucht man ein klassisches Postkartenmotiv in den Kitzbüheler Alpen mit Almen, Hütte und leicht felsigen Gipfeln bleibt unweigerlich die Bamberger Hütte mit Tristkopf im Gedächtnis. In diesem Skitoureneldorado im Kurzen Grund der Kelchsau findet jeder seine unverspurten Hänge, sofern er die ersten 650 Höhenmeter zur Alpenvereinshütte im Korso absolviert hat. In unserem Fall fiel die Wahl auf den Tristkopf nahe dem Salzachjoch, von welchem die Aussicht einige neue Tourenideen erschließt.

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Toureninfos

Region: Österreich ⇒ Kitzbüheler AlpenKelchsau
Ziele: Tristkopf
Höhenmeter: 1400
Länge: 8 Kilometer (einfach)
Wegbeschaffenheit: Aufstieg im Wald, Freie Hänge, steiler Gipfel
Schwierigkeit: Schwierigkeit 3 von 5
Anforderung Kondition: Anforderung3 von 5 (3 von 5)
Anforderung Orientierung: Anforderung 3 von 5 (3 von 5)
Anforderung Weg: Anforderung 3 von 5 (3 von 5)
Landschaft: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Frequentierung: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Beste Jahreszeit: Ende Februar, Anfang März
Aufstieg: 3:45 Stunden
Abfahrt 1:45 Stunden
Lawinengefahr: keine Angabe
Einkehr: Neue Bamberger Hütte
Karte:Kitzbüheler Alpen West - Skitouren, Deutscher Alpenverein, 1:50.000
Tourismus: Hopfgarten

Anfahrt

  • Mit dem Auto: über die Inntalautobahn über Wörgl und Hopfgarten nach Kelchsau. Durch den Ort zum langen Grund. Nach der Mautstraße links zum Kurzen Grund abbiegen und der Straße bis zu derem Ende am Gasthaus Wegscheid folgen. Dort existieren Parklätze gegenüber sowie etwas oberhalb der Materialseilbahn

Ausgangsposition des Berichts: Parkpaltz am Ende der Mautstraße in den Kurzen Grund (Parkplatz beim Gasthaus Wegscheid)

Tourenbericht

Am Gasthaus Wegscheid startet die Tour an den Parkplätzen. Zunächst erfolgt der Aufstieg über den Sommerweg. Nach den letzten Parkmöglichkeiten wird der Weg enger und auf einem breiten Wanderweg gewinnen wir links des Baches an Höhe. Der Weg ist immer eindeutig und eine Spur so gut wie immer vorhanden. Nach etwa 30 Minuten erreichen wir die Forststraße Hölzl. Hier queren wir den Bach und folgen nun dem Winterweg. Zunächst noch im Wald öffnet sich die Szenerie etwas zum Manzenkar hin. In einem Bogen zu diesem aufsteigend knickt unser Weg jedoch rechtzeitig nach links und es wird zunehmend flacher. Nach knapp 2 Stunden wird so die Bamberger Hütte samt Postkartenblick erreicht.

Unser Ziel baut sich hinter der Alpenvereinshütte auf, doch dies darf nicht über die Distanz zum Gipfel hinwegtäuschen. Entgegen dem Sommerweg bleiben wir noch einige Zeit rechts des Baches und folgen der gemeinsamen Spur zum Salzachgeier. Bald schon zweigt unsere Spur nach links ab und führt weiter rechts auf einem Rücken nach Süden. An logischer Stelle erfolgt eine etwa 50 Höhenmeter lange Abfahrt hinab zum Bach. Wieder bergauf schlängelt sich die Spur an der Streitfeldneralm vorbei Richtung Nadernachjoch, wobei je nach Bedingungen auch etwas direkter aufgestiegen werden kann. Über zwei Stufen wird so der Gipfelaufbau nach noch einmal knapp 2 Stunden ab der Bamberger Hütte erreicht. Vom Skidepot ist der höchste Punkt samt Kreuz in 3 Minuten bestiegen.

Abfahrt mehr oder weniger entlang der Aufstiegsroute bis zur Bamberger Hütte. Hier bestehen noch vielfältige Möglichkeiten wie mit einem weiteren Aufstieg über das Manzenkar abzufahren. In unserem Fall ging es auf direktem Weg zurück zum Ausgangspunkt. Wenn die Bedingungen passen kann man auch östlich des Baches entlang des Sommerwegs abfahren, wobei das letzte Stück auf der Forststraße dann angenehmer als der Aufstieg ist.


Karte

Bilder

		Start am Gasthaus Wegscheid			Aufstieg zur Bamberger Hütte			Aufstieg zur Bamberger Hütte			Aufstieg zur Bamberger Hütte			Aufstieg zur Bamberger Hütte mit dem Postkartenblick auf den Tristkopf			Neue Bamberger Hütte			zum Tristkopf bleibt man zunächst rechts des Baches und quert erst kurz vor dem Gipfelaufbau nach links			Tristkopfaustieg			Tristkopfaustieg			Tristkopf Gipfelkreuz

Bücher und Co*

*Hinweis: Bei den angegeben Landkarten handelt es sich um Karten zur Region dieses Berichts. Dies bedeutet nicht, dass in der jeweiligen Karte auch sämtliche Wege des Berichts zu finden sind. Bei der angegeben Literatur handelt es sich um Bücher und Führer, die zu dieser Tour passen. Das bedeutet nicht, dass Sie in den genannten Büchern die hier vogestellte Tour 1:1 wiederfinden.

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Kommentare

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Hinweise

Wie bei jeder Bergtour ist es Pflicht eines vernünftigen Skitourengehers immer die volle Ausrüstung für die eigene Sicherheit dabei zu haben. Dies gilt auch bei angeblich sicheren Verhältnissen. Dazu zählen auf jeden Fall ein Lawinensuchgerät, Schaufel, Sonde und Notfallausrüstung. Jeder trägt für sich selbst Verantwortung ob er die jeweilige Tour antritt oder nicht.

Der Deutsche Alpenverein empfiehlt auf seiner Homepage folgende Mindestausrüstung: Wetterfeste Winterkleidung, warm, wasserabstoßend, mit Handschuhen, Mütze; Rucksack mit 25-35 Liter Inhalt; Befestigungsmöglichkeiten für Ski/Snowboard; Thermosflasche mit heißem Getränk, Tourenproviant; Kompass, Höhenmesser, Landkarte, Maßstab 1:25.000 (AV-Karte); Lawinenverschütteten Suchgerät (LVS-Gerät) und Sonde für das rasche Auffinden nach einer Verschüttung, Lawinenschaufel zum Befreien von Opfern, Handy zur Unfallmeldung (112)
Mehr dazu hier auf der Seite des DAV.

Achtung: Jeder, der in den Bergen unterwegs ist muss für sich selbst Verantwortung übernehmen. Für die Angaben in diesem Tourenbericht wird keine Gewähr für Richtigkeit oder Aktualität übernommen. Wenn Sie in den Bergen unterwegs sind informieren Sie sich vorher ausreichend, fragen Gebietskenner und gehen Sie niemals ohne Karte in für Sie fremdes Gelände. Die Zeit und Schwierigkeit sind persönliche subjektive Einschätzungen des Autors - diese können sich von den Ihren grundlegend unterscheiden. Höhenangaben können relativ oder absolut abgegeben sein, was zur Folge hat, dass es oft mehr als die dargestellte Höhendifferenz zu erklimmen gilt. Beachten Sie, ob sie passende Ausrüstung für Notfälle mit sich führen. Weiters dazu im Impressum.

Autor dieser Tour: Michael Mertel. Der Tourenbericht stammt aus dem Jahr 2016.Die letzte Aktualisierung fand vor einem Jahr statt.