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Bergtourenberichte aus dem Rosenheimer Hausbergen

Skitour Schöntalspitze ab Lüsens

Tagesskitour auf einen knappen 3.000er

Die Schöntalspitze ist eine etwas über 3.000 Meter hohe Graterhebung in den Sellrainer Bergen, die als sommerlicher Hüttengipfel des Westfalenhauses herhalten muss. Wenn im Winter dann dieser Anstieg unmöglich ist besteht die Möglichkeit den kleinen Gipfel als Skitour durch das Schöntal zu besteigen. Hat man erst einmal den rund 300 Höhenmeter andauernden Waldgürtel hinter sich warten 1.000 Höhenmeter freie Hänge in beeindruckender Szenerie im Schöntal.

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Toureninfos

Region: Österreich ⇒ Stubaier AlpenSellrainer Berge
Ziele: Schöntalspitze
Höhenmeter: 1380
Länge: 6.3 Kilometer (einfach)
Wegbeschaffenheit: freie Hänge
Schwierigkeit: Schwierigkeit 3 von 5
Anforderung Kondition: Anforderung4 von 5 (4 von 5)
Anforderung Orientierung: Anforderung 3 von 5 (3 von 5)
Anforderung Weg: Anforderung 3 von 5 (3 von 5)
Landschaft: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Frequentierung: Anforderung 3 von 5 (3 von 5)
Aufstieg: 4:00 Stunden
Abfahrt 1:30 Stunden
Lawinengefahr: keine Angabe
Hangrichtung: überwiegend Ost
Einkehr: Alpengasthof Lüsens (am Ausgangspunkt)
Karte:Alpenvereinskarte 31/2 Sellrain Skirouten, Alpenverein, 1:50.000
Tourismus: Sellrain

Anfahrt

  • Mit dem Auto: Über die Inntalautobahn vorbei an Kufstein und Innsbruck bis zur Ausfahrt Zirl. Dort der Beschilderung Richtung Kematen und Sellrain folgen. Ins Hochtal auffahren und durch den Ort Sellrain nach Gries. Hier links abbiegen und der Bergstraße nach Lüsens bis zu ihrem Ende folgen.

Ausgangsposition des Berichts: Großer Parkplatz am Alpengasthof Lüsens

Tourenbericht

Am Gasthof Lüsens quert man den Bach auf die Westseite. Zwischen Haupthaus und Stadel beginnt ein Fahrweg. Diesem folgt man nun bergauf. Bei der bald folgenden Verzweigung an einer Bachbrücke folgt man dem Fahrweg bis kurz vor ein Wasserkraftwerk. hier geht es über den Wiesenhang empor bis bald darauf eine Hochfläche erreicht ist. Weiter auf der Nordseite des Baches bleibend steigen wir zwischen Sträuchern hinauf, bis auf gut 2.000 Höhenmetern die nächste Hochfläche zu sehen ist. Man quert nun leicht nach Südwesten und folgt dem Rücken in der Mitte des Tals stets bergauf. Die folgenden 600 Höhenmeter sind die schönsten der ganzen Tour. Auf gut 2700 Metern wird ein Kessel erreicht hinter welchem sich links die Schöntalspitze erhebt und ihren Grat Richtung Zischgeles rechts schickt. Nun links gehend wird es immer steiler bis es irgendwann etwa 40 Grad werden. Je nach Bedingungen richteten wir 100 bis 50 Höhenmeter unterhalb des Gipfels das Skidepot ein. Von dort führt die Linie zunächst auf den Grat etwas nordwestlich des höchsten Punktes und von hier am Grat zum Gipfelkreuz.

Für die Abfahrt erfolgt der Rückweg zum Skidepot auf bekannter Spur. Die weitere Abfahrt erfolgt ebenfalls grob entlang der Aufstiegsspur. auf etwa 2100 Höhenm sollte man dann auf die südliche Bachseite wechseln um abzufahren. Die in Karten eingezeichnete Abfahrtsvariante ist nur bei extrem sicheren Verhältnissen zu empfehlen. Sicherer aber auch langweiliger führt eine weitere Möglichkeit undweit des Baches zurück zur am Anfang erwähnten Brücke (siehe GPS Track in der Karte).


Karte

Bilder

		Aufstieg kurz nachdem die Straße verlassen wird			kurz geht es noch auf der rechten Seite entlang, danach queren wir auf den mittleren Rücken			Über den Rücken führt die Spur bergauf			einsame Aufstiegsspur			Rückblick vom Skidepot auf den letzten Hang			Aufstieg zu Fuß			Am Gipfelgrat mit Blick zur Zischgeles

Bücher und Co*

Bergführer

    Keine Bergführer verfügbar

Sonstiges

    Nichts verfügbar

*Hinweis: Bei den angegeben Landkarten handelt es sich um Karten zur Region dieses Berichts. Dies bedeutet nicht, dass in der jeweiligen Karte auch sämtliche Wege des Berichts zu finden sind. Bei der angegeben Literatur handelt es sich um Bücher und Führer, die zu dieser Tour passen. Das bedeutet nicht, dass Sie in den genannten Büchern die hier vogestellte Tour 1:1 wiederfinden.

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Kommentare

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Hinweise

Wie bei jeder Bergtour ist es Pflicht eines vernünftigen Skitourengehers immer die volle Ausrüstung für die eigene Sicherheit dabei zu haben. Dies gilt auch bei angeblich sicheren Verhältnissen. Dazu zählen auf jeden Fall ein Lawinensuchgerät, Schaufel, Sonde und Notfallausrüstung. Jeder trägt für sich selbst Verantwortung ob er die jeweilige Tour antritt oder nicht.

Der Deutsche Alpenverein empfiehlt auf seiner Homepage folgende Mindestausrüstung: Wetterfeste Winterkleidung, warm, wasserabstoßend, mit Handschuhen, Mütze; Rucksack mit 25-35 Liter Inhalt; Befestigungsmöglichkeiten für Ski/Snowboard; Thermosflasche mit heißem Getränk, Tourenproviant; Kompass, Höhenmesser, Landkarte, Maßstab 1:25.000 (AV-Karte); Lawinenverschütteten Suchgerät (LVS-Gerät) und Sonde für das rasche Auffinden nach einer Verschüttung, Lawinenschaufel zum Befreien von Opfern, Handy zur Unfallmeldung (112)
Mehr dazu hier auf der Seite des DAV.

Achtung: Jeder, der in den Bergen unterwegs ist muss für sich selbst Verantwortung übernehmen. Für die Angaben in diesem Tourenbericht wird keine Gewähr für Richtigkeit oder Aktualität übernommen. Wenn Sie in den Bergen unterwegs sind informieren Sie sich vorher ausreichend, fragen Gebietskenner und gehen Sie niemals ohne Karte in für Sie fremdes Gelände. Die Zeit und Schwierigkeit sind persönliche subjektive Einschätzungen des Autors - diese können sich von den Ihren grundlegend unterscheiden. Höhenangaben können relativ oder absolut abgegeben sein, was zur Folge hat, dass es oft mehr als die dargestellte Höhendifferenz zu erklimmen gilt. Beachten Sie, ob sie passende Ausrüstung für Notfälle mit sich führen. Weiters dazu im Impressum.

Autor dieser Tour: Michael Mertel. Der Tourenbericht stammt aus dem Jahr 2015. Die letzte Aktualisierung fand vor 2 Jahren statt.