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Bergtourenberichte aus dem Rosenheimer Hausbergen

Skitour Griesnerkar (Goinger Scharte)

Einfachste der Varianten im Griesnerkar

Das Griesner Kar zählt zu den bekanntesten Skitourenzielen im Kaisergebirge. Vor allem im späten Frühjahr wenn die Mautstraße geöffnet wird kann man den nordseitigen Ausgangspunkt Griesneralm als schneesicheren Start seiner Tour wählen. Alle Varianten in diesem Gebiet führen zunächst Richtung Fritz-Pflaum-Hütte. Dort verzweigen sich die Touren dann je nach Schneelage und gewünschter Schwierigkeit. Der wohl meist begangene, weil auch einfachste, Anstieg ist zur Goinger Scharte (Goinger Törl). Dieses noch halbwegs breite Kar (10-15 Meter) kann durchgehend per Skier begangen werden.

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Toureninfos

Region: Österreich ⇒ KaisergebirgeWilder Kaiser
Ziele: Goinger Scharte
Höhenmeter: 1140
Länge: 4.5 Kilometer (einfach)
Wegbeschaffenheit: freie Hänge. Auf den letzten Metern bis 40°
Schwierigkeit: Schwierigkeit 3 von 5
Anforderung Kondition: Anforderung3 von 5 (3 von 5)
Anforderung Orientierung: Anforderung 3 von 5 (3 von 5)
Anforderung Weg: Anforderung 3 von 5 (3 von 5)
Landschaft: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Frequentierung: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Aufstieg: 2:45 Stunden
Abfahrt 1:15 Stunden
Lawinengefahr: hoch! Keine Angabe
Hangrichtung: Nord und Ost
Einkehr: Griesner-Alm (Am Ausgangspunkt), Fritz-Pflaum-Hütte (Selbstbversorgerhütte - nicht bewirtschaftet!)
Karte:Alpenvereinskarte Kaisergebirge, Deutscher Alpenverein, 1:25.000
Tourismus: Kössen

Anfahrt

  • Mit dem Auto: über die Inntalautobahn bis Oberaudorf. Von dort über Walchsee bis Kössen. Am Kreisel vor dem Ortseingang rechts der B176 folgen, bis rechts die Mautstraße zur Griesner-Alm abzweigt. Dieser Mautstraße bis zu Ihrem Ende folgen.

Ausgangsposition des Berichts: Parkplatz an der Griesneralm. Ist die Maustraße noch nicht offen gibt es je nach Bedarf auch ein Hüttentaxi zur Griesneralm.

Tourenbericht

Vom Parkplatz geht man an der Griesneralm vorbei und quert gleich danach links den Bach. Die Skier nun an den Füßen folgt man kurz dem Fahrweg ehe man am ersten Hang direkt aufsteigen kann. Dort wo der Wald dichter wird muss oft ein Stück getragen werden. Nach oben hinaus wird die Bewaldung lichter und die Skier können nach einigen Höhenmetern wieder von den Schultern unter die Skier. Zwischen Latschen steigt man etwas auf der linken Seite auf. Vor einer markanten Stufe auf etwa 1.500 Metern wird es kurz eng und geht links des Felssporns hinauf ehe es oberhalb nun deutlich breiter wird. Vor einer zweiten Felsstufe muss man sich nun entscheiden. Der Aufstieg über die Fritz-Pflaum-Hütte führt links weiter. Nach einem kurzen, steileren Stück wird es bald flacher und die Selbstversorgerhütte unterhalb des Mitterkaisers ist erreicht.

Vor der Hütte geht es rechts um den Kleinkaiser herum. Hier sieht man schon bald die Spuren hinauf zur Scharte. Auf dieses geht es noch kurz flach zu, ehe die Spitzkehren nach oben hin immer steiler und enger werden. Die letzten Meter müssen in 35-40° steilem Gelände zurück gelegt werden.

Um bei der Abfahrt das flache Stück an der Fritz-Pflaum-Hütte zu vermeiden wählt man für die Abfahrt am besten vor der Verzweigung am Kleinkaiserl die linke Spur direkt hinab. Diese trifft auf etwa 1.750 Höhenmeter auf den bekannten Aufstieg, dem man mehr oder weniger zurück zur Griesneralm folgt.


Karte

Bilder

		Blick vom Parkplatz auf das Große Griesner Kar			Im Kar nach dem Waldstück			Fritz-Pflaum-Hütte vor dem Mitterkaiser			auf dem Weg zur Goinger Scharte

Bücher und Co*

Bergführer

    Keine Bergführer verfügbar

*Hinweis: Bei den angegeben Landkarten handelt es sich um Karten zur Region dieses Berichts. Dies bedeutet nicht, dass in der jeweiligen Karte auch sämtliche Wege des Berichts zu finden sind. Bei der angegeben Literatur handelt es sich um Bücher und Führer, die zu dieser Tour passen. Das bedeutet nicht, dass Sie in den genannten Büchern die hier vogestellte Tour 1:1 wiederfinden.

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Kommentare

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Hinweise

Wie bei jeder Bergtour ist es Pflicht eines vernünftigen Skitourengehers immer die volle Ausrüstung für die eigene Sicherheit dabei zu haben. Dies gilt auch bei angeblich sicheren Verhältnissen. Dazu zählen auf jeden Fall ein Lawinensuchgerät, Schaufel, Sonde und Notfallausrüstung. Jeder trägt für sich selbst Verantwortung ob er die jeweilige Tour antritt oder nicht.

Der Deutsche Alpenverein empfiehlt auf seiner Homepage folgende Mindestausrüstung: Wetterfeste Winterkleidung, warm, wasserabstoßend, mit Handschuhen, Mütze; Rucksack mit 25-35 Liter Inhalt; Befestigungsmöglichkeiten für Ski/Snowboard; Thermosflasche mit heißem Getränk, Tourenproviant; Kompass, Höhenmesser, Landkarte, Maßstab 1:25.000 (AV-Karte); Lawinenverschütteten Suchgerät (LVS-Gerät) und Sonde für das rasche Auffinden nach einer Verschüttung, Lawinenschaufel zum Befreien von Opfern, Handy zur Unfallmeldung (112)
Mehr dazu hier auf der Seite des DAV.

Achtung: Jeder, der in den Bergen unterwegs ist muss für sich selbst Verantwortung übernehmen. Für die Angaben in diesem Tourenbericht wird keine Gewähr für Richtigkeit oder Aktualität übernommen. Wenn Sie in den Bergen unterwegs sind informieren Sie sich vorher ausreichend, fragen Gebietskenner und gehen Sie niemals ohne Karte in für Sie fremdes Gelände. Die Zeit und Schwierigkeit sind persönliche subjektive Einschätzungen des Autors - diese können sich von den Ihren grundlegend unterscheiden. Höhenangaben können relativ oder absolut abgegeben sein, was zur Folge hat, dass es oft mehr als die dargestellte Höhendifferenz zu erklimmen gilt. Beachten Sie, ob sie passende Ausrüstung für Notfälle mit sich führen. Weiters dazu im Impressum.

Autor dieser Tour: Michael Mertel. Der Tourenbericht stammt aus dem Jahr 2014. Die letzte Aktualisierung fand vor 3 Jahren statt.