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Bergtourenberichte aus dem Rosenheimer Hausbergen

Bergtour Reiter-Alm-Rundtour

Gemütliche Runde in einem ruhigen Teil der Berchtesgadener Alpen

Die Reiter Alm ist der westlichste Gebirgstock der Berchtesgadener Alpen. Aus dem Tal wirkt das Massiv mit seinen steilen Wänden abweisend, doch zwischen so manchen Gipfel gibt es kleine Steige auf das Hochplateau, wo die Neue Traunsteiner Hütte als Drehscheibe des Gebirgsstocks dient. Für eine gemütliche Wochenendtour im Frühsommer bietet sich das Massiv also förmlich an. Zwar tragen die höheren Gipfel wie Stadelhorn oder Häuselhörner noch ihr Winterkleid, doch es gibt auch niedrigere, fast schneefreie Gipfel die beeindruckende Aussichten bieten.

Der folgende Tourenbericht zeigt den Aufstieg von Oberjettenberg zur Trausteiner Hütte mit anschließender Besteigung des Großen Bruders, Weitschartenkopf und Edelweißlahnerkopf.

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Toureninfos

Region: Deutschland ⇒ Berchtesgadener AlpenReiter Alm
Ziele: Drei Brüder (Großer Bruder), Weitschartenkopf, Edelweißlahnerkopf
Höhenmeter: 2300
Länge: 29 Kilometer (komplett)
Wegbeschaffenheit: Forstweg und Bergsteige
Schwierigkeit: Schwierigkeit 3 von 5
Anforderung Kondition: Anforderung3 von 5 (3 von 5)
Anforderung Orientierung: Anforderung 2 von 5 (2 von 5)
Anforderung Weg: Anforderung 3 von 5 (3 von 5)
Landschaft: Anforderung 3 von 5 (3 von 5)
Frequentierung: Anforderung 3 von 5 (3 von 5)
Beste Jahreszeit: Juni bis Oktober
Aufstieg: 14:00 Stunden
Bei dieser Tour handelt es sich um eine Mehrtagestour!
Einkehr: Neue Traunsteiner Hütte
Karte:Bayerische Alpen - Lattengebirge & Reiteralm, Deutscher Alpenverein, 1:25.000
Tourismus: Nationalpark Berchtesgadener Alpen

Anfahrt

  • Mit dem Auto: Mit dem Auto über die A8 Ausfahrt Siegsdorf Richtung Innzell und später Richtung Berchtesgaden. Wenige Kilometer nachdem die Loferer-Bundesstraße gekreuzt wird rechts Richtung Oberjettenberg abbiegen. Der Straße folgen und bald links abbiegen bis kurz vor der Seilbahnstation Parkplätze am Straßenrand zur Verfügung stehen.

Ausgangsposition des Berichts: Parkmöglichkeit am Straßenrand vor dem Militärischen Sperrgebiet

Tourenbericht

Hüttenzustieg

Wir starten die Tour am Ende der öffentlichen Straße und folgen zunächst der geteerten Straße bis zum abgeschlossenen Tor, an dem wir rechts dem Wegweiser über den Schotterweg bergauf folgen. Den gelben Wegweisern folgend steigen wir 3 mal über Abkürzer auf, bis wir kurz hinter der Rastnoch-Diensthütte landen. Dort folgen wir erneut dem Schotterweg. Wer den Schreckensteig umgehen möchte kann wie wir leichter über den Fahrweg und anschließend über einen breiten Wanderweg sich die Wege auf circa 1075 Meter wieder treffen.
Von nun an wird es deutlich steiler und Stufen aus Holz und Stein leiten Richtung Süden. Über kleine Bäche und erreichen wir nach einiger Zeit das Ende des Waldes und sehen unser erstes Ziel der Tour mehr und mehr: den Schreckensattel. In einigen Kehren steigen wir nun an der Höhle zum sattel auf, auf ein Kreuz mit Gedenktafeln wartet. Von dort steigen wir mit einigen Gegenanstiegen zur Neuen Traunsteiner Hütte ab, von der die folgenden Touren aus starten.

Großer Bruder und Weitschartenkopf

Von der Neuen Traunsteiner Hütte steigen wir zunächst leicht Richtung Alte Traunsteiner Hütte ab, folgen hinter der kleinen Hütte dem Wegweiser rechts über die Wiese und wählen an der nächsten Weggabelung den Weg zum Großen Bruder. Über einen Wiesenweg gewinnen wir langsam an Höhe und Wandern über eine Flanke auf gut 1.800 Meter von wo aus wir gut den Gipfel erkennen. Über ein Kar steigen wir nochmals etwas ab ehe ein felsiger Steig zum Gipfel des Großen Bruders führt.
Der Weiterweg zum Weitschartenkopf führt zunächst über das Kar wieder nach Norden. An der markierten, aber nicht beschilderten Abzweigung folgen wir dem Pfeil auf einem Stein mit der Aufschrift WK. mit etwas Orientierungssinn wandern wir unter den Latschen entlang bis wir wieder auf dem bezeichneten Weg von der Neuen Traunsteiner Hütte landen. Von dort steigen wir zwischen den Latschen und zuletzte über lose Steine zum Gipfel des Weitschartenkopfs und genießen das Abendrot und den Sonnenuntergang in den Berchtesgadener Alpen.
Der Abstieg zur Neuen Traunsteiner Hütte erfolgt zu Beginn auf den Anstiegsweg, jedoch steigen wir direkt auf dem gut markiertem Weg wieder zur Weggabelung auf circa 1.600 Höhenmeter ab, von wo aus wir die letzten Meter wieder auf dem Anstiegsweg zurück gehen.

Edelweißlahnerkopf

Als gemütliche Vormittagstour geht es nun auf den Edelweißlahnerkopf. Touren zu höheren Gipfel waren jahreszeitlich bedingt noch nicht möglich. Hinter der Neuen Traunsteiner Hütte folgen wir den Wegweisern zum Edelweißlahnerkopf. Zu Beginn geht es über die lichte Hochebene bergauf und bergab und man gewinnt nur sehr zäh an Höhe. Auffällig dabei ist die Doppelte Baumgrenze. Während man anfangs nur durch Latschen Wandert erreicht man bald den Zirbelwald, der bis auf circa 1.800 Meter hinauf führt. Nach dem Wald wird es endlich steiler und wir wandern mal über Felsen, mal in frei geschnittenen Latschengassen auf den Sattel südlich des Gipfels. Nach wenigen Augenblicken ist von dort aus das Ziel erreicht und wir genießen den Tiefblick auf den Hintersee sowie den beindruckenden Nahblick auf das Hochkaltermassiv.
Der Rückweg erfolgt über den Aufstiegsweg zur Traunsteiner Hütte von wo aus der weitere Abstieg ins Tal auf dem Hüttenzustieg erfolgt.


Karte

Bilder

		Start bei Oberjettenberg			Über Treppen geht es eine halbe Ewigkeit durch den Wald...			...bis es zuletzt auf einem schönen Weg Richtung Schreckensattel geht			Wer kommt da auf dumme Ideen?			Blick vom Schreckensattel Richtung Südosten			Am Sattel			Neue Traunsteiner Hütte			Kurz vor dem Gipfel des Großen Bruders			Großer Bruder - im Hintergrund der Weitschartenkopf, zu dem es anschließend geht			steiniger Anstieg zum Weitschartenkopf			Am Gipfel			Hoher Göll im noch mäßigen Abendrot			Gipfelkreuz des Weitschartenkopfs			Morgens an der Neuen Traunsteiner Hütte			Typischer Weg auf Hochplateau der Reiter Alm			Blick zum Gipfel des Edelweißlahnerkopfs			Gipfel des Edelweißlahnerkopfs			Hintersee, Watzmann und Hochkalter			Abstieg über die letzten Schneefelder			Abschiedsfoto an der Alpenvereinshütte

Bücher und Co*

*Hinweis: Bei den angegeben Landkarten handelt es sich um Karten zur Region dieses Berichts. Dies bedeutet nicht, dass in der jeweiligen Karte auch sämtliche Wege des Berichts zu finden sind. Bei der angegeben Literatur handelt es sich um Bücher und Führer, die zu dieser Tour passen. Das bedeutet nicht, dass Sie in den genannten Büchern die hier vogestellte Tour 1:1 wiederfinden.

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Kommentare

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Hinweise

Achtung: Jeder, der in den Bergen unterwegs ist muss für sich selbst Verantwortung übernehmen. Für die Angaben in diesem Tourenbericht wird keine Gewähr für Richtigkeit oder Aktualität übernommen. Wenn Sie in den Bergen unterwegs sind informieren Sie sich vorher ausreichend, fragen Gebietskenner und gehen Sie niemals ohne Karte in für Sie fremdes Gelände. Die Zeit und Schwierigkeit sind persönliche subjektive Einschätzungen des Autors - diese können sich von den Ihren grundlegend unterscheiden. Höhenangaben können relativ oder absolut abgegeben sein, was zur Folge hat, dass es oft mehr als die dargestellte Höhendifferenz zu erklimmen gilt. Beachten Sie, ob sie passende Ausrüstung für Notfälle mit sich führen. Weiteres dazu im Impressum. Die Autoren von Wikiberge.de sind stets bemüht bei veränderter Lage die Berichte anzupassen. Allerdings wird nicht jede Tour jedes Jahr wiederholt. Falls Ihnen Fehler auffallen oder Sie der Meinung sind, dass die Bewertung nicht passend gewählt ist, so nehmen Sie doch Kontakt zu uns auf.

Autor dieser Tour: Michael Mertel. Der Tourenbericht stammt aus dem Jahr 2010. Die letzte Aktualisierung fand vor 7 Jahren statt.