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Bergtourenberichte aus dem Rosenheimer Hausbergen

Kaiserwinkel Ottenalm Direttissima

Schwerster Klettersteig auf die Harauer Spitze

Die Harauer Spitze war bis vor kurzem eigentlich ein Gebiet, welches wahrlich nicht zu den bergsteigerischen Herausforderungen zählte. Dies hat sich jedoch 2011 geändert, als durch dessen Nordwand 3 Klettersteige errichtet wurden.

Der folgende Tourebericht handelt vomr Ottenalm-Direttissima-Klettersteig welche mit D/E der schwerste der Klettersteige ist.

Derzeit kein Bild vorhaden

Toureninfos

Region: Österreich ⇒ Chiemgauer AlpenGeigelsteingebiet
Ziele:
Höhenmeter: 130
Länge: 0.2 Kilometer (einfach)
Einstufung: D/E
Art des Klettersteigs: Sportklettersteig
Anforderung Kondition: Anforderung4 von 5 (4 von 5)
Anforderung Kraft: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Anforderung Technik: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Anforderung Psyche: Anforderung4 von 5 (4 von 5)
Anforderung Erfahrung: Anforderung 3 von 5 (3 von 5)
Landschaft: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Frequentierung: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Markierung/Bezeichnung: nicht nötig
Aufstieg: 0:45 Stunden
Abfahrt 0:18 Stunden
Schlüsselstelle: Platter Fels zwischen Besenkeh
Notausstieg: nicht vorhaden
benötigte Ausrüstung: komplettes Klettersteigset inc
Einkehr: Bei dieser Tour gibt es keine Einkehrmöglichkeit!
Karte:Bayerische Alpen - Chiemgauer Alpen West, Deutscher Alpenverein, 1:25.000
Tourismus: Kaiserwinkel

Anfahrt

  • Mit dem Auto: Über die A93 Ausfahrt Oberaudorf Richtung Niederndorf bzw. Walchsee. Durch Durchholzen. Im Ort Walchsee links zum Parkplatz abbiegen.

Ausgangsposition des Berichts: Ottenalm. Diese ist vom Parkplatz in circa 30 Minuten zu erreichen.

Zustieg

Vom Walchsee auf dem Forstweg in circa 30 Minuten zur Ottenalm. Von der Ottenalm dem Pfad zum Fels folgen. Am ersten Klettersteig vorbei gehen, bis das Schild zum Bergkameraden Klettersteig weißt. (35 min)

Tourenbericht

Gleich zu Beginn geht es zur Sache. Direkt am Einstieg wartet eine mit D bewertete Passage, auf die gleich eine D/E-Stelle folgt. Wer diese meistert soll angeblich hochkommen. Subjektiv würde ich sagen, dass die folgenden D/E-Stellen vor und nach der Besenkehre sind deutlich anspruchsvoller sind. Doch während ich noch über den ersten Aufschwung und seine Schwierigkeit nachdenke ist sowieso schon eine leichter Passage erreicht. Nach einer kurzen Querung folgen nun mehrere Minuten Steil hinauf (siehe Bild 3). Typisch für diesen Klettersteig sind die nicht vorhandenen Tritte. Das heißt in diesem Fall vor allem Armkraft einsetzen.

Meist senkrecht ist im Abschnitt zur Besenkehre Körpergröße oft von Vorteil, da man sich mit ein bisschen Strecken immer wieder hochziehen kann. So geht das nun einige Minuten. Hat man die besagte Kehre erreicht sollte man kurz auf dem Absatz verschnaufen, denn nach dieser folgt meiner Meinung nach das schwierigste Stück: über einen platten Fels steigen wir hinauf. Die kugelförmigen Griffe eignen sich leider nicht immer sonderlich gut für die Hände. Dafür kann man sich mit den Beinen hier ganz gut hochdrücken. Und nach einigen Zügen steht man eh schon am oberen Ende des Klettersteigs.

Zur Ottenalm zurück geht es links den Berg über eine Treppenelemente hinab. Dabei sieht man auch den oberen Teil der Ottenalm-Direttissima. In einigen Kehren im Wald ist der Ausgangspunkt in circa 10 Minuten wieder erreicht.

siehe auch:


Karte

Bilder

		Am Anfang des Klettersteigs			deutlicher Unterschied zum Bergkameraden-Klettersteig: viel viel weniger künstliche Tritte...			...wie auch hier. Eigentlich zieht sich nur das Stahlseil die Wand hinauf			Die vielen Löcher im Fels taugen nicht wirklich gut als Handgriffe			Besenkehre			Kurz nach der Besenkehre in einer der Schlüsselstellen			Ende des Klettersteigs

Bücher und Co*

Bergführer

    Keine Bergführer verfügbar

*Hinweis: Bei den angegeben Landkarten handelt es sich um Karten zur Region dieses Berichts. Dies bedeutet nicht, dass in der jeweiligen Karte auch sämtliche Wege des Berichts zu finden sind. Bei der angegeben Literatur handelt es sich um Bücher und Führer, die zu dieser Tour passen. Das bedeutet nicht, dass Sie in den genannten Büchern die hier vogestellte Tour 1:1 wiederfinden.

Touren in der Umgebung

Kommentare

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Hinweise

Wer in den Bergen unterwegs ist sollte folgende Ausrüstung bei einfachen Bergtouren mit sich führen: Bergschuhe (keine Turn- oder Halbschuhe), Richtige Kleidung (Funktionale Jacke mit Regenschutz sowie atmungsaktive Wäsche), Sonnenschutz (für Kopf, Sonnencreme, Sonnenbrille), ausreichend zu Trinken und eine Brotzeit (dabei auf sinnvolles Essen achten!), eine Karte, sowie ein Gebietsführer und ein Erste-Hilfe-Set. Bei Mehrtages - oder längeren Touren kommen weitere Dinge dazu! Wer Klettersteige geht sollte grundsätzlich sehr trittsicher und absolut schwindelfrei sein. Jeder muss dabei selbst entscheiden welchen Schwierigkeitsgrad und welche Art von Klettersteig er geht. Zur Vorbereitung für eine Klettersteigbegehung sollte man auf jeden Fall Literatur (z.B. Hülsers Klettersteigatlas) lesen.

Die Einschätzung dieses Klettersteigs ist rein subjektiv und hängt von vielen Faktoren ab. Des weiteren ist auf Stein- und Blitzschlaggefahr zu achten. Genausowenig darf man Sicherungen und Seilen blind vertrauen.

Bei einer Begehung sind folgende Dinge mindestens mitzunehmen: Klettersteighelm (kein Fahrradhelm), Kombiklettergurt mit Fangstoßdämpfer und 2 Karabinern sowie Lederhandschuhe. Diese Dinge sollten schon am Anfang angelegt werden und nicht erst mitten drin an der ersten heiklen Stelle.

Achtung: Jeder, der in den Bergen unterwegs ist muss für sich selbst Verantwortung übernehmen. Für die Angaben in diesem Tourenbericht wird keine Gewähr für Richtigkeit oder Aktualität übernommen. Wenn Sie in den Bergen unterwegs sind informieren Sie sich vorher ausreichend, fragen Gebietskenner und gehen Sie niemals ohne Karte in für Sie fremdes Gelände. Die Zeit und Schwierigkeit sind persönliche subjektive Einschätzungen des Autors - diese können sich von den Ihren grundlegend unterscheiden. Höhenangaben können relativ oder absolut abgegeben sein, was zur Folge hat, dass es oft mehr als die dargestellte Höhendifferenz zu erklimmen gilt. Beachten Sie, ob sie passende Ausrüstung für Notfälle mit sich führen. Weiters dazu im Impressum.

Autor dieser Tour: Michael Mertel. Der Tourenbericht stammt aus dem Jahr 2011. Die letzte Aktualisierung fand vor 6 Jahren statt.