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Bergtourenberichte aus dem Rosenheimer Hausbergen

Bergtour Hirschbachtalumrundung

Gipfelsammeln zwischen Lenggries und Tegernsee

Die Berge zwischen Lenggries und Tegernsee sind eigentlich alle recht flach und für fitte Bergsteiger keine größere Herausforderung. Diese kann man jedoch erreichen, wenn man einfach ein paar Gipfel mehr an einem Tag besteigt. Heraus kommen dabei zwei Gratwanderungen nördlich und südlich des Hirschbachtals.

Der folgende Tourenbericht handelt vom Aufstieg von Hohenburg auf den Geierstein mit Übergang zum Fockenstein. Von dort geht es über den Hirschtalsattel auf den Grat der Kampen und weiter über das Seekarkreuz und den Grasleitenkopf zurück zum Ausgangspunkt.

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Toureninfos

Region: Deutschland ⇒ Bayerische VoralpenTegernseer Berge
Ziele: Geierstein (Geigerstein), Fockenstein, Kampen (Ochsen-, Auer- und Spitzkamp), Seekarkreuz, Grasleitenkopf (incl. Grasleitenstein), Brandkopf
Höhenmeter: 1870
Länge: 19.2 Kilometer (komplett)
Wegbeschaffenheit: Wanderwege, Bergsteige, gesichterte Stellen
Schwierigkeit: Schwierigkeit 4 von 5
Anforderung Kondition: Anforderung4 von 5 (4 von 5)
Anforderung Orientierung: Anforderung 2 von 5 (2 von 5)
Anforderung Weg: Anforderung 3 von 5 (3 von 5)
Landschaft: Anforderung 3 von 5 (3 von 5)
Frequentierung: Anforderung 2 von 5 (2 von 5)
Beste Jahreszeit: spätes Frühjahr oder Herbst
Aufstieg: 8:00 Stunden
Einkehr: Neuhüttenalm, Lenggrieser Hütte
Karte:Bayerische Alpen - Mangfallgebirge West, Deutscher Alpenverein, 1:25.000
Tourismus: Lenggries

Anfahrt

  • Mit dem Auto: von der Autobahn kommend nach Bad Tölz. Dort auf die B 13 Richtung Lenggries abbiegen und an der Ausfahrt in den Ort hinein fahren. Der Vorfahrtstraße bis kurz vor das Ortsende folgen und den Hinweisen rechts zur Hohenburg nachfahren. Kurz hinter der Burg befindet sich der gebührenpflichtige Parkplatz.
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: In Lenggries hält die BOB. Von dort zu Fuß zum Ausgangspunkt

Ausgangsposition des Berichts: kostenpflichtiger Parkplatz nahe der Hohenburg

Tourenbericht

Wir starten am Parkplatz, queren die Straße über den kleinen Bach und folgen den Wegweisern Richtung Geierstein (auch als Geigerstein bezeichnet). Es geht zunächst um den Weinberg herum. Nachdem ersten Weiher queren wir bald eine Brücke, gehen am Ufer des zweiten Weihers Nach Westen, bis die Schilder Richtung Geierstein rechts in den Wald leiten. Nun beginnt der eigentliche Anstieg. Der Weg verläuft dabei stets im dichten Wald. Nur selten schafft es die Sonne zwischen den Bäumen hindurch. Wir folgen nun circa 1 Stunde dem Bergsteig mit den rot-orangen Punkten, bis der Weg deutlich steiniger wird. Um die Felsen gehen wir herum und stehen schon bald am ersten Gipfel des Tages – dem Geierstein.

Am Gipfelgrat folgen wir dem Weg weiter über den Gipfel und steigen bald auf der Nordseite des Gipfels ab, bis wir eine Wiese erreichen. Dort gehen wir weiter links bergab. Über einen breiten Wandweg landen wir nach einiger Zeit einen Forstweg. Diesem folgen wir ein kurzes Stück, bis wir links abbiegen (siehe Galerie). Dieser Weg wird immer enger und auf einem Waldpfad landen wir unterhalb des Fockensteins. Auf dem breiten Bergrücken steigen wir nach Osten auf, bis wir nach kurzer Kraxeleinlage am kleinen Gipfelkreuz des Fockensteins stehen.

Um zum zweiten Grat der Gratwanderung zu gelangen müssen wir nun ins Hirschbachtal absteigen. Dazu gehen wir auf dem Aufstiegsweg auf den Bergrücken wieder zurück. Über einen breiten aber teils sumpfigen Weg gelangen wir zum Neuhütteneck, von dem wir zu den Neuhüttenalmen absteigen. Von dort gehen wir rechts den Hinweisschildern auf dem Schotterweg folgend nach Süden bergab. Das letzte Stück kann man sich dabei auf dem Schotterweg sparen und den parallel verlaufenden Wanderweg nutzen.

Wir steigen nun zu den Kampen auf. Dazu überqueren wir nun den Weidezaun und folgen zunächst den Pfadspuren steil den Hang hinauf. Hinter der Weidefläche wird geht es zwischen Latschen meist über Steinstufen auf den Sattel zwischen Ochsen- und Auerkamp hinauf. Nach endlos erscheinenden Kehren gehen wir links zum schönsten der drei Gipfel: dem Ochsenkamp. Von dort müssen wir nun kurz zurück gehen und dann über den Auerkamp (kein Gipfelkreuz – wir mehr oder weniger direkt überschritten) zum Spitzkamp wandern. Der Weg verläuft dabei meist in Gratnähe und bietet immer wieder schöne Tiefblicke auf beide Seiten. Zum Spitzkamp hin wird der Weg deutlich anspruchsvoller, als bisher. Über Steinstufen und eine kurze Kraxeleinlage erreichen wir den Gipfel jedoch ohne größere Probleme.

Vom Spitzkamp steigen wir über gesicherte Passagen und eine Treppe Nach Südwesten ab. Einige der Stahlseile sind eigentlich nötig. Das ist auch gut so, denn viele waren locker! Unten angekommen queren wir einen Fahrweg und steigen auf einem Pfad hinauf. Nach einer Platte teilt sich der Weg. Wir gehen links steiler hinauf, bis wir am Brandkopf stehen. Da wir diesen Gipfel nur kurz mitgenommen haben steigen wir mit Blick auf das Seekarkreuz Richtung Westen ab. Ein Pfad führt meist dem Rücken folgend zur Straße hinab. Von dort geht es über die Wiese zum Seekarkreuz hinauf.

Vom Seekarkreuz gehen wir weiter zur Lenggrieser Hütte auf den sanieren breiten Wanderweg. Von hier kann man direkt über den Grasleitensteig absteigen. Da ich den Weg jedoch als nicht allzu schön in Erinnerung hatte habe ich noch den Grasleitenkopf mitgenommen. Die zusätzlichen 100 Höhenmeter fallen bei der Tour auch nicht mehr ins Gewicht und dafür wird man mit einem schönen Übergang zum Grasleitenstein belohnt. Es geht also an der Lenggrieser Hütte direkt über die Terrasse nach Norden. Kurz darauf kreuzt man einen Forstweg und landet wenig später an einer kleinen Hütte. Der Pfad verläuft meist am Zaun entlang, der etwas unterhalb des Gipfels überstiegen wird. Nach circa 10 Minuten ab der Alpenvereinshütte ist der letzte Gipfel des Tages erreicht.

Der Abstieg erfolgt nun über den Grasleitenstein. Dazu folgen wir dem Pfad auf der anderen Seite des Gipfelkreuzes weiter hinauf. In Kehren verliert der Bergsteig bald an Höhe, bis es flacher über eine Wiese geht. Kurz darauf steht man am Grasleitenstein, der einen letzten Tiefblick auf Lenggries und das Isartal bietet. Im Wald steigen wir nun weiter bergab, bis es auf einem Forstweg hinab geht. Diesen verlassen wir jedoch kurz vor einer Wiese nach links, gehen an einer verfallenen Hütte am Wiesenrand vorbei und erreichen bald einen schmalen Wirtschaftsweg. Diesem folgen wir nun (eine gfühlte Ewigkeit) bis Mühlbach, von wo es nur noch wenige Meter zum Ausgangspunkt sind.


Karte

Bilder

		Start am Parkplatz			Der Aufstieg zum Geierstein verläuft wie hier meist im dichten Wald			Wegweiser und Markierungen machen das Verlaufen im ersten Teil fast unmöglich			Gipfelkreuz des Geiersteins			Hier gehen wir links Richtung Fockenstein			Fockenstein			Blick vom Fockenstein auf die Kampen und das Seekarkreuz. Dahinter sind Roß- und Buchstein sowie der Schönberg zu erkennen.			Neuhüttenalmen			Hirschtalsattel			Typische Stelle für den Aufstieg Richtung Kampen: Steinstufen zwischen Latschen			Ochsenkamp			Blick vom Ochsenkamp auf Auer- und Spitzkamp			gesicherter Abstieg von den Kampen. Einige davon sind jedoch locker!			Unspektakulärer Brandkopfgipfel. Dahinter der Hirschberg.			Seekarkeuz			Grasleitenkopf			Gefühlter Ewigkeitsweg zum Parkplatz zurück.

Bücher und Co*

*Hinweis: Bei den angegeben Landkarten handelt es sich um Karten zur Region dieses Berichts. Dies bedeutet nicht, dass in der jeweiligen Karte auch sämtliche Wege des Berichts zu finden sind. Bei der angegeben Literatur handelt es sich um Bücher und Führer, die zu dieser Tour passen. Das bedeutet nicht, dass Sie in den genannten Büchern die hier vogestellte Tour 1:1 wiederfinden.

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Kommentare

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Hinweise

Achtung: Jeder, der in den Bergen unterwegs ist muss für sich selbst Verantwortung übernehmen. Für die Angaben in diesem Tourenbericht wird keine Gewähr für Richtigkeit oder Aktualität übernommen. Wenn Sie in den Bergen unterwegs sind informieren Sie sich vorher ausreichend, fragen Gebietskenner und gehen Sie niemals ohne Karte in für Sie fremdes Gelände. Die Zeit und Schwierigkeit sind persönliche subjektive Einschätzungen des Autors - diese können sich von den Ihren grundlegend unterscheiden. Höhenangaben können relativ oder absolut abgegeben sein, was zur Folge hat, dass es oft mehr als die dargestellte Höhendifferenz zu erklimmen gilt. Beachten Sie, ob sie passende Ausrüstung für Notfälle mit sich führen. Weiteres dazu im Impressum. Die Autoren von Wikiberge.de sind stets bemüht bei veränderter Lage die Berichte anzupassen. Allerdings wird nicht jede Tour jedes Jahr wiederholt. Falls Ihnen Fehler auffallen oder Sie der Meinung sind, dass die Bewertung nicht passend gewählt ist, so nehmen Sie doch Kontakt zu uns auf.

Autor dieser Tour: Michael Mertel. Der Tourenbericht stammt aus dem Jahr 2011. Die letzte Aktualisierung fand vor 6 Jahren statt.