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Bergtourenberichte aus dem Rosenheimer Hausbergen

Bergtour Großer Möseler über Furtschaglhaus

Nordseitiger Anstieg auf einen der höchsten Zillertaler Berge

Der Name Möseler hört sich auf den ersten Blick erst einmal etwas komisch an. Wenn man sich mit den Namen jedoch befasst erkennt man schnell, dass er sich von dem Wort Moos ableitet, welches südliche des Gipfels liegt. Von dort führt der Südseitige leichtere Anstieg zu einem der Zillertaler Berge. Der schwierigere Nordseitige Anstieg, von dem der folgende Tourenbericht handelt gilt zwar als Anspruchsvoller, dafür aber auch als landschaftlich reizvoller.

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Toureninfos

Region: Österreich ⇒ Zillertaler AlpenSchlegeisgrund
Ziele: Großer Möseler
Höhenmeter: 1780
Länge: 10 Kilometer (einfach)
Wegbeschaffenheit: Wanderweg, Gletscher, Kletterpassagen
Schwierigkeit: Schwierigkeit 5 von 5
Anforderung Kondition: Anforderung4 von 5 (4 von 5)
Anforderung Orientierung: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Anforderung Weg: Anforderung 5 von 5 (5 von 5)
Landschaft: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Frequentierung: Anforderung 2 von 5 (2 von 5)
Beste Jahreszeit: Hochsommer
Aufstieg: 6:15 Stunden
Abfahrt 5:15 Stunden
Bei dieser Tour handelt es sich um eine Mehrtagestour!
Bei dieser Tour handelt es sich um eine Hochtour!
Einkehr: Furtschaglhaus
Karte:Zu dieser Tour ist keine Karte angegeben!
Tourismus: Naturpark Zillertal

Anfahrt

  • Mit dem Auto: Über die Inntalautobahn nach Mayrhofen. Am Talende den Wegweisern Richtung Schlegeisspeicher folgen (Mautstraße).
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: mit dem Zug nach Jenbach. Von dort mit der Schmalspurbahn weiter nach Mayrhofen und ab dort mit dem Bus zum Schlegeisspeicher.
  • Mit dem Fahrrad: Durch das Zillertal auf dem Radweg. Ab Mayrhofen existiert meist ein seperater Fahrweg für Mountainbiker zum Schlegeisgrund

Ausgangsposition des Berichts: Parkplatz ganz am Ende des Schlegeisspeichersees

Tourenbericht

Wir starten am Schlegeisstausee und wandern zunächst südlich des Speichersees an den Jausenstationen vorbei. Nach gut 4 Kilometern in der Ebene haben wir das Ende erreicht und folgen zu Beginn noch dem Fahrweg, den wir kurz vor seinem Ende an der Materialseilbahn nach links verlassen. In zahlreichen Serpentinen gewinnen wir dabei an Höhe, bis wir auf gut 2000 Höhenmeter auf die andere Bachseite wechseln und nun südseitig der Materialseilbahn die letzten 300 Höhenmeter zum Furtschaglhaus zurücklegen, der sich als Stützpunkt dieser Tour anbietet.

Von der Alpenvereinshütte steigen wir zunächst leicht bergab, überqueren den Furtschaglbach, und gewinnen die „verlorenen“ Höhenmeter rasch auf einem Rücken wieder zurück. Wir folgen dem markierten Weg weiter. Die Vegetation hinter uns gelassen steigen wir zwischen Felsen bis zum Anseilpunkt weiter auf, von dem der Gletscher, das Felsköpfl und der Gipfel des Großen Möselers bereits sichtbar sind.
Nach Querung eines ersten Schneefelds auf schätzungsweise 2850 Metern mussten wir Blankeis überqueren, bevor es nochmals über das Schnee bedeckte Schlegeiskees zur Felswand am Felsköpfl geht.
Hier besteht die Möglichkeit über (die in der Literatur verbreitete Variante) die Rinne oder am Grat entlang aufzusteigen. Da wir die ersten an diesem Tag waren wäre wohl beides möglich gewesen, doch da während unserer Gletscherquerung Steinschlag ohne Fremdeinwirkung herrscht nahmen wir den Umweg über den Grat in Kauf. Meist klettert man zwischen und über die Felsblöcke zwischen ersten und zweiten Schwierigkeitsgrad (Maximal II-). Der laut Literatur vorhandene Firngrad war nicht mehr vorhanden. Dadurch nimmt der Kletteranteil deutlich zu, die Querung des letzen Gletschers wird dadurch eben kürzer.
Zum Gipfel geht es zuletzt über den anfangs steilen, später flachen Ausläufer des Furtschaglkees bis kurz unterhalb des Gipfel, wo es über Fels die letzten Meter hinauf geht.

Der Abstieg folgt meist der Aufstiegroute. Um den Aufsteigenden (wie bereits erwähnt waren wir die ersten, die meisten kamen uns an den Felsen entgegen) auszuweichen wählten wir den Abstieg durch die Rinne, da keine Steinschläge mehr zu hören waren. Der obere Teil ist hier meist Gehgelände oder I. Wer es einfach und gefährlich will kann zuletzt direkt in der Rinne absteigen. Etwas Östlicher kann man aber auch im II (kurz III) Schwierigkeitsgrad hinabklettern. Am Fuß der Wand treffen die beiden Wege wieder aufeinander.


Karte

Bilder

		Erster Blick auf den Gipfel			Furtschaglhaus			Hochfeiler und Hochferner am Morgen			Aufstieg - gesehen von der Gefrorenen Wand im Winter: gelb der Weg bis zum Gletscher - danach (rot) Hochtour			Nahaufnahme vom gleichen Standort			Anseilpunkt - rechts ist der Olperer zu sehen			Erster Gletscher			Klettern über Steinblöcke			Die letzten Meter zum Gipfel			Am Gipfelkreuz			Panorama vom Gipfel			Rückblick auf den Aufstieg - ganz unten ist der Schlegeisspeicher zu erkennen			Abstieg			Rinne beim Abstieg			Gelb: Der Aufstieg (I-II), rot der Abstieg (III); wer direkt in der Rinne geht hat es leichter (meist I), aber auch steinschlaggefährdeter			Der Schlegeisbach eignet sich hervorragend zum Entspannen nach der Tour

Bücher und Co*

Sonstiges

    Nichts verfügbar

*Hinweis: Bei den angegeben Landkarten handelt es sich um Karten zur Region dieses Berichts. Dies bedeutet nicht, dass in der jeweiligen Karte auch sämtliche Wege des Berichts zu finden sind. Bei der angegeben Literatur handelt es sich um Bücher und Führer, die zu dieser Tour passen. Das bedeutet nicht, dass Sie in den genannten Büchern die hier vogestellte Tour 1:1 wiederfinden.

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Kommentare

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Hinweise

Achtung: Jeder, der in den Bergen unterwegs ist muss für sich selbst Verantwortung übernehmen. Für die Angaben in diesem Tourenbericht wird keine Gewähr für Richtigkeit oder Aktualität übernommen. Wenn Sie in den Bergen unterwegs sind informieren Sie sich vorher ausreichend, fragen Gebietskenner und gehen Sie niemals ohne Karte in für Sie fremdes Gelände. Die Zeit und Schwierigkeit sind persönliche subjektive Einschätzungen des Autors - diese können sich von den Ihren grundlegend unterscheiden. Höhenangaben können relativ oder absolut abgegeben sein, was zur Folge hat, dass es oft mehr als die dargestellte Höhendifferenz zu erklimmen gilt. Beachten Sie, ob sie passende Ausrüstung für Notfälle mit sich führen. Weiteres dazu im Impressum. Die Autoren von Wikiberge.de sind stets bemüht bei veränderter Lage die Berichte anzupassen. Allerdings wird nicht jede Tour jedes Jahr wiederholt. Falls Ihnen Fehler auffallen oder Sie der Meinung sind, dass die Bewertung nicht passend gewählt ist, so nehmen Sie doch Kontakt zu uns auf.

Autor dieser Tour: Michael Mertel. Der Tourenbericht stammt aus dem Jahr 2010. Die letzte Aktualisierung fand vor 7 Jahren statt.