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Bergtourenberichte aus dem Rosenheimer Hausbergen

Chiemgau-Reibn

Klassiker in den Chiemgauer Alpen

Diese Skitour, oder Miniskidurchquerung bietet vieles, was klassische Skidurchquerungen bieten. Der Weg ist lang, die Leute wenig und das Panorama großartig. Im Gegensatz zu anderen Gebietsdurchquerungen beschränkt sich diese auf einen Tag, trotzdem ist eine gute Kondition erforderlich. Man darf nicht vergessen, dass die Lawinengefahr trotz der als harmlos geltenden Chiemgauer Berge auf einigen Streckenabschnitten ziemlich hoch ist.

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Toureninfos

Region: Deutschland ⇒ Chiemgauer AlpenHochriesgebiet
Ziele: Klausenberg, Brandelberg
Höhenmeter: 2500
Länge: 45 Kilometer (einfach)
Wegbeschaffenheit: teils ausgesetzt
Schwierigkeit: Schwierigkeit 5 von 5
Anforderung Kondition: Anforderung5 von 5 (5 von 5)
Anforderung Orientierung: Anforderung 3 von 5 (3 von 5)
Anforderung Weg: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Landschaft: Anforderung 3 von 5 (3 von 5)
Frequentierung: Anforderung 3 von 5 (3 von 5)
Aufstieg: 9:59 Stunden
Lawinengefahr: teils erheblich
Hangrichtung: alle Hangrichtungen
Einkehr: Priener Hütte, Sonnenalm
Karte:Zu dieser Tour ist keine Karte angegeben!
Tourismus: Sachrang

Anfahrt

  • Mit dem Auto: Von Rosenheim kommend über die A8 Ausfahrt Frasdorf. Im Ort den Schilder "Lederstube" folgen und links abbiegen. Nach 2 km ist der Parkplatz erreicht. Wer sich die Gebühr sparen will kann auch etwas weiter am Ort auf der gekennzeichneten Wiese parken.
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: In Frasdorf ist halten RVO-Busse. Von hier muss zu Fuß weiter gegangen werden.
  • Mit dem Fahrrad: vom Inn kommend über den Königsee-Bodensee-Radweg bis nach Frasdorf. Von dort auf der Straße zur Lederstube.

Ausgangsposition des Berichts: Parkplatz im Ortsteil Lederstube

Tourenbericht

Man startet die Tour noch recht gemütlich in Frasdorf am Wanderparkplatz Lederstube. Nach ca. 2km, 25 Minuten auf der Forstraße (kurz vor einem alten Bauernhof) biegt man rechts in einen Wanderweg zu den Schmiedhängen ab. Jetzt geht es etwas steiler bergan. Man überquert die Schmiedhänge, geht durch das „Paradies“ und gelangt wieder auf die Forststraße, die zur Riesenhütte geht. Überquert diese, und folgt der Aufstiegsspur Richtung Laubenstein/Abereck, nach ca. einer Stunde, gelangt man zum Abzweig in den Eiskeller und direkt zum Aberg, ohne das Abereck zu überqueren. Jetzt steigt man zum Predigtstuhl auf und folgt der Spur, die stets auf und unterhalb des Grates Richtung Westen führt. So gelangt man zur Klausen. Hier geht man weiter westlich Richtung Feichten und gelangt nach ca. 2h zum Anfang des Brandelberges. Hier beginnt der schwierigste Teil der Durchquerung. Falls hier noch keine Spur vorhanden ist, muss man sich genau überlegen, wo man diese anlegt, da hier erhebliche Absturz als auch Lawinengefahr droht. Am besten geht man möglichst über den Grat des Berges. Im steilen auf und ab empfiehlt es sich manchmal die Ski auszuziehen. Im zweiten felsigeren Teil des Berges folgt man am besten dem Sommerweg. Ich habe für diesen Teil bis zur Tristmahlnschneid 3/4h gebraucht. Ohne Spur muss man durchaus das doppelte einplanen. Jetzt fährt man zur Tristmahlnalm ab und schiebt auf dem Fahrweg Richtung Westen bis man zur Abfahrt vom Spitzstein gelangt. Man folgt nun den Abfahrtsspuren nach Sachrang. (bis hierher 3h) Es empfiehlt sich entweder in Sachrang oder bei der Priener Hütte zu der man als nächstes Aufsteigt Mittag zu machen. Man durchquert den Ort und steigt auf der breiten Forstraße und über Abkürzer Richtung Priener Hütte auf. Auf einer Kuppe ca. 15 min vor der Hütte gerät diese in Sichtweite. Hier kann man entweder der Forststraße zur Priener Hütte folgen oder man biegt links ab und folgt dieser Straße, was etwas kürzer ist. Bei der Oberkaser Alm führen die beiden Wege wieder zusammen und man steigt in der Gipfelmulde des Geiglsteins auf. Oben quert man nach links Richtung Rossalm und lässt den Geiglstein rechts liegen. Hier folgt man den grünen Schildern des DAV und gelangt flach zu dem Übergang bei den Aschenthaler Wänden (hier oft auch als Weitlahner bezeichnet so auch auf den DAV Schildern, dieser befindet sich eigentlich weiter östlich). Vorsicht, das letzte grüne DAV Schild ist falsch aufgestellt. Nicht hier abfahren, sondern erst an der Nordseite der Felsen Richtung Osten queren. Erst bei der freien Schneise mit Sicht auf die Dalsen Almen die ca. 40° steile Abfahrt beginnen. Von der Dalsenalm hält man sich dann rechts auf einer Forststraße Richtung Weidenau, überquert diese Wiese nach rechts oben und folgt dieser Linie im Wald. Bald darauf sieht man schon die Kampenwand und geht westlich um eine Mulde herum zur Bergstation. Jetzt folgt man der Piste ins Tal.


Karte

Bilder

		Blick über das Priental auf den Geigelstein			Kurz vor dem Klausen			Rückblock auf den Brandelberg			Zinnenberg und Klausen			Kampenwand

Bücher und Co*

*Hinweis: Bei den angegeben Landkarten handelt es sich um Karten zur Region dieses Berichts. Dies bedeutet nicht, dass in der jeweiligen Karte auch sämtliche Wege des Berichts zu finden sind. Bei der angegeben Literatur handelt es sich um Bücher und Führer, die zu dieser Tour passen. Das bedeutet nicht, dass Sie in den genannten Büchern die hier vogestellte Tour 1:1 wiederfinden.

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Kommentare

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Hinweise

Wie bei jeder Bergtour ist es Pflicht eines vernünftigen Skitourengehers immer die volle Ausrüstung für die eigene Sicherheit dabei zu haben. Dies gilt auch bei angeblich sicheren Verhältnissen. Dazu zählen auf jeden Fall ein Lawinensuchgerät, Schaufel, Sonde und Notfallausrüstung. Jeder trägt für sich selbst Verantwortung ob er die jeweilige Tour antritt oder nicht.

Der Deutsche Alpenverein empfiehlt auf seiner Homepage folgende Mindestausrüstung: Wetterfeste Winterkleidung, warm, wasserabstoßend, mit Handschuhen, Mütze; Rucksack mit 25-35 Liter Inhalt; Befestigungsmöglichkeiten für Ski/Snowboard; Thermosflasche mit heißem Getränk, Tourenproviant; Kompass, Höhenmesser, Landkarte, Maßstab 1:25.000 (AV-Karte); Lawinenverschütteten Suchgerät (LVS-Gerät) und Sonde für das rasche Auffinden nach einer Verschüttung, Lawinenschaufel zum Befreien von Opfern, Handy zur Unfallmeldung (112)
Mehr dazu hier auf der Seite des DAV.

Achtung: Jeder, der in den Bergen unterwegs ist muss für sich selbst Verantwortung übernehmen. Für die Angaben in diesem Tourenbericht wird keine Gewähr für Richtigkeit oder Aktualität übernommen. Wenn Sie in den Bergen unterwegs sind informieren Sie sich vorher ausreichend, fragen Gebietskenner und gehen Sie niemals ohne Karte in für Sie fremdes Gelände. Die Zeit und Schwierigkeit sind persönliche subjektive Einschätzungen des Autors - diese können sich von den Ihren grundlegend unterscheiden. Höhenangaben können relativ oder absolut abgegeben sein, was zur Folge hat, dass es oft mehr als die dargestellte Höhendifferenz zu erklimmen gilt. Beachten Sie, ob sie passende Ausrüstung für Notfälle mit sich führen. Weiters dazu im Impressum.

Autor dieser Tour: Markus Ramsauer. Der Tourenbericht stammt aus dem Jahr 2010. Die letzte Aktualisierung fand vor 7 Jahren statt.