Brauneck Benediktenwand Überschreitung

Tourenbericht

Wir starten am Bahnhof Lenggries und folgen kurz der Hauptstraße nach Süden. Über die Isarbrücke geht es auf der anderen Seite kurz entlang der Straße in die Jachenau ehe rechts eine Straße den Weiterweg zur Brauneckbahn zeigt. An den letzten Häusern vorbei gewinnt man die ersten Höhenmeter, ehe es über Wiesen zur Talstation der Bergbahn geht. (Wer erst hier startet spart sich 30 Höhen- und zwei Kilometer).

Am Sammelsurium der Skihütten geht es mittig hindurch. Die Beschilderung zum Brauneck ist hier mit 1,5 - 2 Stunden ausgeschildert. Der Weg zieht sich nun wenig spektakulär mehr oder weniger entlang der Skipiste bergauf. Nach etwa 100 Höhenmetern geht es kurz links an der Reiseralm vorbei, doch schon kurz darauf führt der Aufstieg wieder über den Fahrweg weiter. Vorbei an der Talstation der Garlandbahn ist der Gipfel bereits zu erkennen. Der Fahrweg führt um den relativ neuen Speichersee südlich herum. Oberhalb beginnt ein Pfad, der zur stark erschlossenen Bergstation führt, von der es nur noch wenige Meter zum Brauneck und Brauneckhütte sind.

Am Brauneck beginnt nun die eigentliche Überschreitung. Der nächste Gipfel ist der Schrödelstein. Dazu folgt man dem Weg nach Westen über den Gipfelrücken. Dort, wo der Weg deutlich an Höhe verliert und einen Knick auf die Südseite des Kamms macht, zweigt geradeaus ein unmarkierter Pfad durch eine Zaunlücke ab. Nach etwa 15 Höhenmeter ist der enge, kleine Gipfel erreicht. Der Abstieg erfolgt zurück zum bereits bekannten Weg. Dieser führt südlich um den Schrödelsteins herum. Dem Weg zum Latschenkopf folgend geht es ab dem tiefsten Punkt wieder etwa 100 Höhenmeter hinauf. Hierbei handelt es sich meist um einen einfachen Bergsteig. Weiter auf dem höchsten Punkt angekommen (Stangeneck) wird dieser einfach mitgenommen, ehe es wieder leicht bergab geht. Am nächsten Sattel angekommen erhebt sich neben dem Latschenkopf links mit nur wenigen, zusätzlichen Höhenmeter der Vordere Kirchstein. Dieser kann unmarkiert aber einfach mitgenommen werden (5 Minuten, etwa 15 Höhenmeter). Zurück auf dem Weg zum Latschenkopf geht es auf ähnlichem Weg wie am Stangeneck zum höchsten Punkt samt Gipfelkreuz.

Ab dem Latschenkopf ändert sich nun der Anspruch immer mehr. Felsen dominieren mehr und mehr den Weg, wobei diese durch die häufige Frequentierung poliert und bei Nässe rutschig sind. Der Weg bleibt am Grat nach Westen und knickt nach einigen Minuten auf die Südseite ab (Wem all die Gipfel nicht reichen und noch den Hinteren Kirchstein mitnehmen will muss die Augen offenhalten). Auf der Südseite geht es bis auf den tiefsten Punkt zwischen Latschenkopf und Achselköpfe. Wer lieber direkt zur Benediktenwand will kann den nächsten Gipfel auch nordseitig umgehen. Die Überschreitung führt jedoch über sämtliche der kleinen Gipfel. Wie viele kleine Gegenanstiege dies sind kann man gut auf dem letzten Galeriebild sehen.

Dem höchsten der Achselköpfe sind zwei kleinere Gipfel vorgelagert. Der erste wird bald über einen felsigen Steig erreicht. Nach kurzem bergab geht es noch einmal empor, um dann festzustellen, dass der höchste Punkt nur durch eine Senke zu erreichen ist. Folgt man dem normalen Weg umgeht man den höchsten Punkt. Dieser kann auf sichtbaren, aber doch erkennbaren Pfadspuren erreicht werden. Beim Aufstieg liegt die Abzweigung dort, wo man kurz unter dem höchsten Punkt wieder absteigt. Zwischen Latschen und später im direkt am Grat erreicht man die Markierung am höchsten Punkt nach etwa 5 Minuten. Der Abstieg nach Nordwesten ist deutlich besser freigeschnitten und führt in ebenfalls etwa 5 Minuten zurück zum eigentlichen Weg. Über zwei weitere kleine Gipfel wird dann die Senke vor dem Rotohrsattel erreicht.

Von dieser geht es kurz weiter nach Westen bergauf bis von links der Ostaufstieg von der Tutzinger Hütte auf unseren Weg trifft. Mit Stahlseilen gesichert steigen wir nun empor. Je weiter es nach oben geht desto flacher wird es wieder. Eine vorgelagerte Kuppe sowie der Ostgipfel werden überschritten ehe nach etwa 3 Stunden ab dem Brauneck der Gipfel der Benediktenwand samt Kreuz und Notbiwak erreicht ist. Von dort hat man nun Zeit das Panorama zu genießen, dass im westlichen dem des Braunecks ähnelt, durch die 250 zusätzlichen Höhenmeter weitreichender ist, wobei der Alpenhauptkamm fast durchgehend vom Karwendel verdeckt ist.

Um dem Namen Überschreitung gerecht zu werden erfolgt der Abstieg nicht wie bei vielen Führern zurück zum Brauneck, sondern führt über die Tutzinger Hütte hinab nach Benediktbeuern. Dazu geht man vom Gipfel weiter nach Westen und verliert zunächst nur wenig an Höhe. Mit minimalen Gegenanstiegen wird die Glaswandscharte erreicht. Hier wechselt der Weg auf die Nordseite und nach etwa 45 Minuten ab dem Gipfel ist die Alpenvereinshütte erreicht. Der Weiterweg führt nach Norden entlang der Materialseilbahn auf einen breiten Fahrweg. Diesen kreuzen wir jedoch nur und steigen über die Wiese leicht fallend hinab bis erneut der Fahrweg erreicht wird. Diesen wieder kreuzend geht es nun am Bach entlang hinab, wobei uns ab einem kleinen Wasserfall noch einmal ein Gegenanstieg erwartet. Zunächst im Wald und später zurück auf dem Fahrweg müssen hier noch einmal etwa 100 Höhenmeter absolviert werden, ehe die letzten 400 Höhenmeter bergab nach Benediktbeuern absolviert werden. Je nach Geschmack kann man hier den Fahrweg oder den reichlich beschilderten Waldweg nutzen. Immer den Schildern nach Benedikbeuern folgend wird der Wurzweg am Ortsende nach 2 Stunden ab der Tutzinger Hütte erreicht. Vom Ostende zum Bahnhof sind es ab hier nun noch einmal etwa 2 Kilometer.

Galerie

Übersichtskarte

Weiterführende Literatur

Landkarten

  • Bayerische Alpen - Benediktenwand
  • Kompass Karten - Isarwinkel, Bad Tölz, Lenggries
  • Umgebungskarte Bad Tölz Lenggries
  • Umgebungskarte Karwendel
  • Wanderkarte Chiemsee-Traunstein-Ruhpolding-Chiemgauer Alpen und Seen

Literatur

  • 3763330488 Leichte Wanderungen - Genusstouren in den Münchner Bergen
  • Bayerns Berge: 40 Traumtouren zwischen Allgäu und Berchtesgaden
  • Die schönsten Tagesausflüge Isarwinkel: Wandern, Radfahren, Baden, Einkehr, Kultur
  • Münchner Skitourenberge
  • Rother Wanderführer Isarwinkel. Bad Tölz - Lenggries - Kochel
  • Vergessene Pfade in den Bayerischen Hausbergen

Hinweise

Michael MertelDiese Tour wurde im Jahr 2014 von Michael Mertel begangen und 2014 erstmalig auf wikiberge.de online gestellt. Die Tour wurde seitdem nicht mehr validiert/begangen und 2019 von Michael Mertel überarbeitet. Es handelt sich um die 2. Version dieses Berichts.

Allgemeine Hinweise: Jeder, der in den Bergen unterwegs ist muss für sich selbst Verantwortung übernehmen. Für die Angaben in diesem Tourenbericht wird keine Gewähr für Richtigkeit oder Aktualität übernommen. Wenn Sie in den Bergen unterwegs sind informieren Sie sich vorher ausreichend, fragen Gebietskenner und gehen Sie niemals ohne Karte in für Sie fremdes Gelände. Die Zeit und Schwierigkeit sind persönliche subjektive Einschätzungen - diese können sich von den Ihren grundlegend unterscheiden. Beachten Sie, ob sie passende Ausrüstung für Notfälle mit sich führen. Die Autoren von Wikiberge.de sind stets bemüht bei veränderter Lage die Berichte anzupassen. Allerdings sind einige Berichts in die Jahre gekommen. Falls Ihnen Fehler auffallen oder Sie der Meinung sind, dass die Bewertung nicht passend gewählt ist, so nehmen Sie doch Kontakt zu uns auf (sieh Impressum).

In der Sektion Literatur finden sich hinter einigen Zeilen ein Amazon-Zeichen. Dabei handelt es sich um einen Affiliate-Link. Weiteres dazu im Impressum. Sofern ein Buch verlinkt ist bedeutet dies, dass er auf einen der erreichten Gipfel führt, jedoch nicht zwingend 1:1 die gleiche Tour beinhaltet.