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Bergtourenberichte aus dem Rosenheimer Hausbergen

Bettelwurf Klettersteig

Schwierigerer Anstieg mit Bettelwurfüberschreitung

Auf den Bettelwurf führen zwei Klettersteige. Neben dem leichteren Eisengatter-Klettersteig führt der Bettelwurf-Klettetsteig über die Wand des Kleinen Bettelwurfs in die Scharte zwischen die beiden und von dieser hinauf zum Hauptgipfel.

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Toureninfos

Region: Österreich ⇒ KarwendelGleirsch-Halltal-Kette
Ziele: Kleiner Bettelwurf, Großer Bettelwurf
Höhenmeter: 725
Länge: 2.4 Kilometer (einfach)
Einstufung: D
Art des Klettersteigs: alpiner Klettersteig
Anforderung Kondition: Anforderung3 von 5 (3 von 5)
Anforderung Kraft: Anforderung 3 von 5 (3 von 5)
Anforderung Technik: Anforderung 3 von 5 (3 von 5)
Anforderung Psyche: Anforderung2 von 5 (2 von 5)
Anforderung Erfahrung: Anforderung 2 von 5 (2 von 5)
Landschaft: Anforderung 5 von 5 (5 von 5)
Frequentierung: Anforderung 4 von 5 (4 von 5)
Markierung/Bezeichnung: Rot-Weiß
Aufstieg: 2:30 Stunden
Abfahrt 2:00 Stunden
Schlüsselstelle: Rinne auf den Großen Bettelwur
Notausstieg: nicht vorhanden
benötigte Ausrüstung: komplette Klettersteigausrüstu
Einkehr: Bei dieser Tour gibt es keine Einkehrmöglichkeit!
Karte:Alpenvereinskarte Karwendelgebirge Mitte, Deutscher Alpenverein, 1:25.000
Tourismus: Naturpark Karwendel

Anfahrt

  • Mit dem Auto: Auf der Inntalautobahn bis zur Ausfahrt Hall Mitte. Durch Hall hindurch Richtung Absam und dort immer auf der Vorfahrtstraße bergauf fahren. Beim Linksknick gerade aus und bald weiter auf der steilen (32 %) Mautstraße bis zum Parkplatz 2. Ladehütte hinauf fahren. Wichtig: Nur auf den vorgesehenen Parkplätzen parken!

Ausgangsposition des Berichts: Bettelwurfhütte. Zu dieser in 2.5 Stunden über den normalen Hüttenzustieg oder in 4.5 Stunden über den Absamer Klettersteig

Zustieg

Zum eigentlichen Klettersteig folgt man hinter der Bettelwurfhütte dem Weg Richtung kleinem Bettelwurf. Dabei geht es zunächst an einem Holzkreuz vorbei. Anschließend führt der Bergsteig über Latschengassen und über Wiesen zur ersten Seilversicherung.

Tourenbericht

Nach dem Anlegen des Klettersteigsets folgt ein kurzer Aufschwung ehe es deutlich leichter wird. Abgesehen von einem weiteren sehr kurzen ähnlich schweren Aufschwung geht es meist über Gehgelände oder leichte Passagen im A-B-Bereich in die Scharte.

Von dieser bietet es sich an einen kurzen Abstecher zum Kleinen Bettelwurf an. Den Nebengipfel erreicht man über einer Bergsteig ungesichert in wenigen Minuten. Entlang der Aufstiegsroute geht es dann wieder zurück in die Scharte

Den zweiten Teil des Klettersteigs kann man schon ganz gut durch die Felswand erkennen und so steuern wir nun direkt an den Felssockel zu. Nach einem ersten senkrechten Aufschwung verflacht das Gelände zunehmend und führt deutlich leichter teils gesichtert bergauf. An manchen Stellen wären die Seilversicherungen eigentlich nötig, aber es soll sich ja jeder sicher fühlen. Es folgt die Schlüsselstelle, welche eine rinnenartige Verschneidung stellt. In dieser D-Passage überwindet man eine weitere Steinstufe. Ein Stück bleibt der Klettersteig noch anspruchsvoll, ehe er immer mehr in Gehgelände und leichte Kletterei (I-I+) übergeht und nach minimalen Bergab-Passagen den Gipfel erreicht.

 


Karte

Bilder

		Wegweiser an der Bettelwurfhütte			Zustieg über die letzten 		Einstieg des Klettersteigs			Gehpassagen unterbrechen stets die Seilversicherungen			Gehpassage			Drahtseilpassage			Aufstieg zum Kleinen Bettelwurf			Gipfelkreuz auf dem Kleinen Bettelwurf			Blick von der Scharte auf den zweiten Teil des Klettersteigs			Stau im Klettersteig			Steiler Aufschwung. Wie hier zu sehen ist gibt es fast keine künstlichen Tritte			Übergang mit leichter Kletterei zum Gipfelkreuz			Am Gipfel des Großen Bettelwurfs

Bücher und Co*

Bergführer

    Keine Bergführer verfügbar

*Hinweis: Bei den angegeben Landkarten handelt es sich um Karten zur Region dieses Berichts. Dies bedeutet nicht, dass in der jeweiligen Karte auch sämtliche Wege des Berichts zu finden sind. Bei der angegeben Literatur handelt es sich um Bücher und Führer, die zu dieser Tour passen. Das bedeutet nicht, dass Sie in den genannten Büchern die hier vogestellte Tour 1:1 wiederfinden.

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Kommentare

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Hinweise

Wer in den Bergen unterwegs ist sollte folgende Ausrüstung bei einfachen Bergtouren mit sich führen: Bergschuhe (keine Turn- oder Halbschuhe), Richtige Kleidung (Funktionale Jacke mit Regenschutz sowie atmungsaktive Wäsche), Sonnenschutz (für Kopf, Sonnencreme, Sonnenbrille), ausreichend zu Trinken und eine Brotzeit (dabei auf sinnvolles Essen achten!), eine Karte, sowie ein Gebietsführer und ein Erste-Hilfe-Set. Bei Mehrtages - oder längeren Touren kommen weitere Dinge dazu! Wer Klettersteige geht sollte grundsätzlich sehr trittsicher und absolut schwindelfrei sein. Jeder muss dabei selbst entscheiden welchen Schwierigkeitsgrad und welche Art von Klettersteig er geht. Zur Vorbereitung für eine Klettersteigbegehung sollte man auf jeden Fall Literatur (z.B. Hülsers Klettersteigatlas) lesen.

Die Einschätzung dieses Klettersteigs ist rein subjektiv und hängt von vielen Faktoren ab. Des weiteren ist auf Stein- und Blitzschlaggefahr zu achten. Genausowenig darf man Sicherungen und Seilen blind vertrauen.

Bei einer Begehung sind folgende Dinge mindestens mitzunehmen: Klettersteighelm (kein Fahrradhelm), Kombiklettergurt mit Fangstoßdämpfer und 2 Karabinern sowie Lederhandschuhe. Diese Dinge sollten schon am Anfang angelegt werden und nicht erst mitten drin an der ersten heiklen Stelle.

Achtung: Jeder, der in den Bergen unterwegs ist muss für sich selbst Verantwortung übernehmen. Für die Angaben in diesem Tourenbericht wird keine Gewähr für Richtigkeit oder Aktualität übernommen. Wenn Sie in den Bergen unterwegs sind informieren Sie sich vorher ausreichend, fragen Gebietskenner und gehen Sie niemals ohne Karte in für Sie fremdes Gelände. Die Zeit und Schwierigkeit sind persönliche subjektive Einschätzungen des Autors - diese können sich von den Ihren grundlegend unterscheiden. Höhenangaben können relativ oder absolut abgegeben sein, was zur Folge hat, dass es oft mehr als die dargestellte Höhendifferenz zu erklimmen gilt. Beachten Sie, ob sie passende Ausrüstung für Notfälle mit sich führen. Weiters dazu im Impressum.

Autor dieser Tour: Michael Mertel. Der Tourenbericht stammt aus dem Jahr 2011. Die letzte Aktualisierung fand vor 6 Jahren statt.