Ackerlspitze und Maukspitze von Süden

Tourenbericht

Los geht es am Parkplatz bei Hüttling. Zunächst wandern wir gemütlich auf den breiten Forstweg Richtung Norden und folgen dabei stets den Wegweisern Richtung Graspoint Niederalm, die nach circa 25 Minuten erreicht wird. Hinter dem Weidezaun an der Jausenstation gehen wir rechts auf direktem Weg zur Ackerlhütte. Der einfache Waldwanderweg führt meist direkt bergauf. Ein Stück dazwischen führt er jedoch wieder auf einem Forstweg. Unterhalb des Wasserfalls verlassen wir den Wald, steigen zweimal über Weidezäune und wandern unterhalb der Grapoint Hochalm links zur Ackerlhütte hinauf (Bis hierher sind circa 1:20 bis 1:30 Stunden einzuplanen).

An der Ackerlhütte gehen wir vorbei  und steigen in einer Latschengasse Richtung Westliches Hochgrubachkar, indem der Weg von der Gaudeamushütte auf unseren trifft. Wir gehen nach Osten und kommen bald am Fundament der Alten Ackerlhütte vorbei. Nach einem ersten Schotterfeld im Östlichen Hochgrubachkar beginnt der anspruchsvolle Teil der Tour: Nach einem ersten Aufschwung folgt eine I-er Kletterpassage, die zusätzlich mit Haltegriffen ausgestattet ist (wer diese jetzt schon beanspruchen muss ist hier fehl am Platz...). Nach dem bekannten Bild des ausgesetzten Pfads erreichen wir den Niedersessel, an dem der schönste Teil der Tour folgt: Über griffigen Fels im 2. Schwierigkeitsgrad erreicht man den Hochsessel (natürlich gibt's auch hier meiner Meinung nach genug künstliche Griffe...). Auf einem Bergsteig mit vielen losen Steinen zieht sich nun der Weg Richtung Westen. An der Ackerlschneid wechselt der Weg auf die Nordseite des Gipfels. Von dort geht es zunächst weiter ausgesetzt hinauf, ehe der Endspurt über griffigen Fels zum Gipfelkreuz der Ackerlspitze führt (Von der Ackerlhütte dauert dieser Abschnitt  etwa 2,5 Stunden).

Nach der Ackerlspitze folgt nun noch die Maukspitze. Dazu geht es zunächst entlang der Aufstiegsroute auf den Sattel der die beiden Gipfel verbindet. Von dort führt ein Bergsteig mehr oder weniger am Grat hinauf. Dabei sind neben einigen Gepassagen auch Kletterstellen im I-er Bereich zu absolvieren. Nach dem Felstor, durch welches wir gehen folgt ein letzter Aufschwung und in gut 10 Minuten (ab dem Felstor) ist Gipfel der Maukspitze erreicht.

Von der Maukspitze geht es über den Südweg hinab. Dazu orientiert man sich nach Osten, klettert kurz hinab und wandert zunächst gemütlich über die Wiese. Anschließend führt ein steiler Bergsteig teils ausgesetzt in unzähligen Kehren hinab, wobei eine Steinschlag gefährdete Rinne zu queren ist. Im Östlichen Hochgrubachkar trifft der Abstieg den bereits bekannten Aufstieg, auf dem es nun zurück ins Tal geht.

Anmerkungen

Die Tour ist ab den Niedersessel sehr Steinschlag gefährdet. Bei meiner Begehung an einem Sonntag hat man alle paar Minuten Steine gehört. Als Schlüsselstelle empfand ich nicht die Kletterei vom Nieder- zum Hochsessel, sondern den Weg von der Scharte zur Ackerlschneid. Hierbei handelt es sich um einen steilen, abschüssigen Steig, der voller kleiner Steine ist. Viele der vermeintlich festen Steine erweisen sich bei Belastung als lose.

Übersichtskarte

Weiterführende Literatur

Landkarten

  • Alpenvereinskarte Kaisergebirge
  • Bayerische Alpen - Lattengebirge & Reiteralm
  • Bayerische Alpen - Watzmann

Literatur

  • Münchner Bergtouren: 46 Felstouren im II. Grad zwischen Salzburg und Oberstdorf
  • Rother Wanderführer Wilder Kaiser - Zahmer Kaiser, Kufstein, St. Johann, Kössen

Hinweise

Michael MertelDiese Tour wurde im Jahr 2011 von Michael Mertel begangen und 2011 erstmalig auf wikiberge.de online gestellt. Die Tour wurde seitdem nicht mehr validiert/begangen. Es handelt sich um die 1. Version dieses Berichts.

Allgemeine Hinweise: Jeder, der in den Bergen unterwegs ist muss für sich selbst Verantwortung übernehmen. Für die Angaben in diesem Tourenbericht wird keine Gewähr für Richtigkeit oder Aktualität übernommen. Wenn Sie in den Bergen unterwegs sind informieren Sie sich vorher ausreichend, fragen Gebietskenner und gehen Sie niemals ohne Karte in für Sie fremdes Gelände. Die Zeit und Schwierigkeit sind persönliche subjektive Einschätzungen - diese können sich von den Ihren grundlegend unterscheiden. Beachten Sie, ob sie passende Ausrüstung für Notfälle mit sich führen. Die Autoren von Wikiberge.de sind stets bemüht bei veränderter Lage die Berichte anzupassen. Allerdings sind einige Berichts in die Jahre gekommen. Falls Ihnen Fehler auffallen oder Sie der Meinung sind, dass die Bewertung nicht passend gewählt ist, so nehmen Sie doch Kontakt zu uns auf (sieh Impressum).

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